Wildpilze bergen beim Sammeln stets ein Risiko, daher ziehen es viele vor, ihre eigenen Bio-Pilze zu Hause anzubauen. Das ist heutzutage nicht besonders schwierig – Gartencenter bieten eine große Auswahl an Myzel verschiedener Pilzarten und fertigen Anzuchtsubstraten. Um eine reiche Pilzernte zu erzielen, ist es wichtig, die Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den Anbau dieses wertvollen Produkts zu studieren sowie Erfahrungsberichte und Tipps zu lesen.
Sorten, die sich für den Anbau zu Hause eignen
Viele Pilzarten lassen sich zu Hause anbauen. Folgende Sorten sind jedoch besonders beliebt:
- Champignons;
- Austernpilze;
- Shiitake;
- Honigpilze.
Der Anbau dieser Arten zu Hause ist kostengünstig und erfordert nur minimalen Pflegeaufwand, ermöglicht aber eine reiche, goldene Pilzernte.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Eigenschaften von selbst gezüchteten Pilzen sind folgende:
Die Fruchtkörper von Champignons können bis zu 25 cm lang werden. Sie besitzen massive, dichte, runde Hüte. Die Oberfläche kann glatt oder mit dunklen Schuppen bedeckt sein. Junge Champignons haben weiße Hüte, während reife Champignons je nach Sorte eine braune oder hellbraune Färbung annehmen können.

Der Stiel sitzt genau in der Mitte des Hutes. Er ist stets glatt und weist ein bis zwei Pilzringe auf. Die Lamellen sind locker am Stiel angeordnet. Anfangs sind sie weiß, verfärben sich mit zunehmendem Alter rosa und selten fast schwarz. Das Champignonfleisch ist weißlich und nimmt im Schnitt einen rosa bis gelblichen Schimmer an. Es hat ein ausgeprägtes Pilzaroma.
- Austernpilze erreichen eine Höhe von bis zu 30 cm. Ihre Hüte sind fleischig, rundlich und haben einen dünnen Rand. Junge Austernpilze haben einen muschelförmigen oder runden Hut, der sich mit der Zeit etwas abflacht. Der Rand wird wellig. Die Hutoberfläche ist glatt, glänzend und leicht gewellt. Anfangs ist sie dunkelgrau und nimmt mit zunehmendem Alter einen aschgrauen Farbton mit violettem Schimmer an.
Mit zunehmendem Alter verfärben sich die Hüte der Austernpilze weißlich oder gelblich. Der Stiel ist kurz, dicht und zylindrisch, oft leicht gebogen. Er trägt spärliche weiße oder gelbe Lamellen. Das Fleisch des Austernpilzes ist weiß und fest. Junge Austernpilze sind saftig, ältere etwas fester. Das Fleisch ist geruchlos.
- Der Fruchtkörper des Shiitake-Pilzes kann bis zu 25 cm groß werden. Diese Art zeichnet sich durch gewölbte, halbkugelförmige Hüte aus. Die Oberfläche ist trocken, samtig und leicht mit weißen Schuppen bedeckt. Der Hut selbst ist kaffeebraun; seltenere Exemplare sind braun oder hellbraun. Mit der Zeit reißt die Oberfläche auf und bildet ein Geflecht aus Mikrorissen.
Die Hüte junger Shiitake-Pilze haben einen glatten Rand, der sich mit zunehmendem Alter leicht einrollt. Der Stiel ist gerade, verjüngt sich leicht zur Basis hin und ist faserig. Er ist beige, manchmal hellbraun. Die Oberfläche ist dicht mit weißen Lamellen besetzt. Beim Drücken verfärben sich diese Lamellen dunkelbraun. Das Fleisch des Shiitake ist fest, saftig und weiß bis cremefarben. Beim Anschneiden verströmt es einen ausgeprägten Pilzduft.
Das könnte Sie auch interessieren:- Hallimasch wird bis zu 10 cm groß. Er hat einen flachen Hut in Gelb- oder Orangetönen. Junge Pilze haben leicht gewölbte Hüte, deren Ränder etwas heller sind als die Mitte. Die Stiele sind röhrenförmig, dicht und braun. Sie besitzen spärlich anhaftende Lamellen. Das Fleisch der Pilze ist sehr dünn und geruchlos.
Anleitung zum Anbau von Pilzen
Um selbst ein nährstoffreiches Bio-Produkt anzubauen, ist es wichtig, bestimmte Bedingungen einzuhalten und konsequent zu handeln.
Drinnen
Pilze werden in der Regel in Kellern und Schuppen unter Einhaltung folgender Standards gezüchtet:
- Landeplatz. Pilze lassen sich in Polyethylenbeuteln mit Schlitzen, in Blöcken oder in Kisten züchten. Die Beutel werden von der Decke gehängt, die Kisten auf Gestellen gestellt. Größere Mengen werden in speziellen, temperaturkontrollierten Blöcken angebaut.
- Beleuchtung. Bis zur Keimung werden die Pilze im Dunkeln gehalten. Nach dem Schlüpfen erhalten sie schwaches, diffuses Licht, typischerweise in der Dämmerung.

Pilze in Blöcken züchten - Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 85 % betragen. Um dieses Niveau zu halten, werden die Pflanzen ständig bewässert und Luftbefeuchter auf dem Gelände installiert.
- Boden. Das Substrat kann gekauft oder selbst hergestellt werden. Dazu mischt man Stroh, Hühnermist und Gips.
- Temperaturbedingungen. Experten empfehlen, Pilze bei einer Temperatur von 15℃ keimen zu lassen und diese während der Reifung auf 20℃ zu erhöhen.
Im Gartengrundstück
Im Garten wird das Myzel in Löcher in Baumstämmen oder -stümpfen platziert. In normaler Erde keimt das Myzel nicht. Daher sind Sägemehl oder Stroh die einzigen Alternativen zu altem Holz. Der Standort sollte möglichst schattig sein.

Der Bereich sollte nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sollte das Myzel ständig bewässert und Wasserbehälter in der Nähe aufgestellt werden, damit das Wasser verdunsten kann.
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Bei Einhaltung aller Anweisungen erscheinen drei Wochen nach der Besiedlung des Substrats durch das Myzel kleine Pilze. Eine frühe Ernte wird nicht empfohlen, da die Pilze in diesem Wachstumsstadium giftig sein können. Beispielsweise ähneln junge Champignons giftigen Giftpilzen.

Um Vergiftungsrisiken zu vermeiden, werden daher nur reife Früchte geerntet. Die Bestimmung des Erntezeitpunkts ist recht einfach. Normalerweise lassen sich reife Hüte gut vom Stiel lösen. Artenspezifische Merkmale wie Veränderungen der Hutfarbe und -form während der Entwicklung sollten ebenfalls beachtet werden.
Ein entscheidender Schritt beim Pilzesammeln ist das sorgfältige Trennen des Pilzhutes vom Myzel. Unerfahrene Sammler reißen oder brechen ihn oft ab. Dadurch wird die Struktur des Myzels beeinträchtigt und es beschädigt. Ein beschädigter Pilzhut bildet keine Fruchtkörper mehr.
Bei Arbeiten in Innenräumen sind die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Tragen Sie Handschuhe und eine Atemschutzmaske. Das Einatmen großer Mengen von Pilzsporen kann allergische Reaktionen und Atemwegserkrankungen auslösen.
Nützliche Eigenschaften und Nutzungsbeschränkungen
Abgesehen vom minimalen Risiko einer leichten Vergiftung bergen selbstgezogene Pilze keine Gefahr. Bio-Pilze sind aufgrund ihrer positiven Eigenschaften beliebt: Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren, die für den menschlichen Körper essenziell sind. Darüber hinaus werden bestimmte selbstgezogene Pilzarten zur Behandlung verschiedener Beschwerden empfohlen.
| Artname | Vorteilhafte Eigenschaften |
|---|---|
| Champignon |
|
| Austernpilz |
|
| Shiitake |
|
| Hallimasch |
|
Selbst gezüchtete Pilze sollten, wie alle anderen Pilze auch, nicht von Kindern unter 5 Jahren oder von schwangeren oder stillenden Frauen verzehrt werden.
Rezepte und Kochtipps
Die geernteten Feldfrüchte können auf verschiedene Arten zubereitet werden. Die gebräuchlichsten sind:
- Schmoren mit Sauerrahm;
- Kochen.
Geschmorte Champignons mit Sauerrahm sind einfach und köstlich. Sie benötigen 500 g Champignons, 200 g Sauerrahm (15 % Fett) und 2 kleine Zwiebeln. Zuerst die Champignons putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Anschließend mit den Zwiebeln goldbraun anbraten. Sobald die Champignons goldbraun sind, den Sauerrahm dazugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und 100 g Wasser hinzufügen. Den Topf abdecken und 15 Minuten köcheln lassen. Vor dem Servieren mit frischen Kräutern garnieren.

Gekochte Champignons schmecken ähnlich wie eingelegte, sind aber sehr schnell gar. Sie benötigen folgende Zutaten:
- Pilze – 0,3 kg;
- Knoblauch – 3 Zehen;
- Essig – 2 EL;
- Zucker – 1 TL;
- Salz – 2 TL;
- Pflanzenöl – 0,5 Tasse;
- Piment - 10 Erbsen;
- Lorbeerblatt – 1 Stück.

Die Köpfe und Stiele werden geputzt, gewaschen und in Stücke geschnitten. Anschließend werden sie in einen emaillierten Topf gegeben und alle Zutaten hinzugefügt. Den Topf auf den Herd stellen. Sobald die Flüssigkeit kocht, die Hitze reduzieren und 15 Minuten köcheln lassen. Das Gericht kalt servieren. Vor dem Servieren die Zwiebel in Halbringe schneiden.
Leserrezensionen zum Thema Pilzzucht zu Hause
Erfahrene Pilzsammler geben gerne ihre Geheimnisse für den Pilzanbau zu Hause preis:
Igor Anatoljewitsch, 52 Jahre alt: „Die Wahl des richtigen Raumes ist einer der wichtigsten Aspekte beim Pilzanbau. Der ideale Standort sollte über ein regulierbares Heizsystem verfügen, da verschiedene Entwicklungsstadien unterschiedliche Lufttemperaturen erfordern. Der Raum sollte außerdem mit einem Belüftungssystem und leistungsstarken Luftbefeuchtern ausgestattet sein.“
Valery Ignatyevich, 38 Jahre alt: „Austernpilze und Honigpilze gedeihen gut in Plastiktüten. Champignons hingegen wachsen am besten auf Regalen. Ich verwende dafür ausschließlich Metallregale. Holzregale verrotten bei hoher Luftfeuchtigkeit sehr schnell, was sich negativ auf die Ernte auswirkt.“
Victoria Raminovna: „Ich verwende immer hochwertiges Getreidestroh als Substrat. Pilze wachsen am besten auf Roggen- und Weizenstroh. Vor der Verwendung muss das Material sorgfältig auf Fäulnis und Schimmel untersucht werden.“
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Das Thema Selbstzucht ist sehr relevant, daher haben unerfahrene Pilzsammler viele Fragen dazu:
Goldpilze lassen sich das ganze Jahr über zu Hause ernten. Wichtig ist, die richtigen Bedingungen zu schaffen (mindestens 85 % Luftfeuchtigkeit, Halbdunkelheit, lockeres Substrat) und Geduld zu haben.

















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