Bei einem Waldspaziergang stößt man oft auf die wunderschönen, runden Stäublinge. Erfahrene Pilzsammler schwören auf ihre köstlichen und nahrhaften Früchte – allerdings nur, wenn sie richtig geerntet und verarbeitet werden. Weitere gebräuchliche Namen für den Stäubling sind: Riesenbovist, Hasenkartoffel, Golowach, Rauchpilz, Wolfs-Tabak und Staubpilz. Seinen Namen verdankt der Pilz seiner Fähigkeit, im reifen Zustand eine wahre Sporenexplosion auszulösen.
Charakteristische Merkmale von Regenmänteln
Stäublinge gehören zur Familie der Pilzgewächse (Agaricaceae), Gattung Stäubling. Vor einiger Zeit wurden sie nicht nur als eigene Pilzgattung, sondern als eigene Familie klassifiziert.
Aussehen und Foto
Hut und Stiel bilden einen einzigen Fruchtkörper, der birnen- oder kugelförmig ist. Der Scheinstiel ist deutlich erkennbar und etwas dünner als der Hut. Die Oberfläche kann folgende Färbung aufweisen:
- Weiß;
- gräulich-weiß;
- Gelbtöne;
- braun;
- Olive.
Das könnte Sie auch interessieren:Die gesamte Oberfläche ist dicht mit stacheligen Auswüchsen bedeckt. Das Fleisch junger Pilze ist weiß und färbt sich mit zunehmendem Alter olivbraun. Nach der Sporenreife öffnet sich der Pilz und gibt die Sporen frei. Je nach Art kann das Gewicht von wenigen Gramm bis zu 2 kg variieren. Das Aussehen des Stäublings ist auf dem Foto zu sehen.
Morphologie (Artunterschiede)
Die charakteristischen Merkmale von Pilzen sind folgende artspezifische Eigenschaften:
- Gasteromyceten (Sporen reifen im Körper);
- Fehlen einer klar definierten Obergrenze;
- Das Fruchtfleisch wird in Sporen umgewandelt;
- Doppelschichtbeschichtung;
- Vorhandensein einer Beinprothese.
Stäublinge werden selten mit anderen Pilzen verwechselt. Die einzige Ausnahme bilden die Scheinpilze.
Verteilungsort
Stäublinge wachsen fast überall. Am häufigsten findet man sie an folgenden Orten:
- Wälder;
- Parks;
- Wiesen;
- grasbewachsene Wiesen.
Das stärkste Wachstum findet im Spätsommer nach den Regenfällen statt. Einzelne Exemplare lassen sich jedoch auch im Frühsommer und Spätherbst finden.
Genießbarkeit
Stäublinge sind essbar. Darüber hinaus sind sie sehr schmackhaft und gelten zu Recht als Delikatesse.
Artenvielfalt
Die Gattung der Stäublinge ist sehr vielfältig und umfasst etwa ein Dutzend verschiedene Arten. Nicht alle sind essbar, daher ist es wichtig, die verschiedenen Pilzarten klar zu unterscheiden.
Essbar
„Essbare Arten“ ist ein Sammelbegriff für alle essbaren Mitglieder einer Gattung. Der Begriff „essbare Arten“ bezieht sich üblicherweise auf die allgemeinen Merkmale essbarer Stäublinge mit weißem Fleisch.
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Die stacheligen Arten sind keulenförmig. Junge Exemplare sind weiß oder gräulich gefärbt und färben sich mit zunehmendem Alter dunkelgelb.
Die Oberfläche ist oben mit Dornen und unten mit tropfenförmigen Warzen bedeckt.
Wiese
Der Fruchtkörper ist rund und verjüngt sich leicht an der Basis. Anfangs ist seine Oberfläche weiß, verfärbt sich aber mit der Zeit olivbraun.

Vertreter dieser Art zeichnen sich durch verkürzte Scheinbeine aus.
Lückenhaft
Eine sehr seltene Art. Sie gilt als die schönste ihrer Gattung. Ihre Oberfläche ist mit ungewöhnlichen Auswüchsen bedeckt, die an Wattebäusche erinnern.
Jungtiere haben eine hellcremefarbene Oberfläche, während ausgewachsene Tiere eine ockerbraune Oberfläche und schokoladenfarbenes Fleisch aufweisen.
Dickköpfe
Der längliche Golovach hat die Form eines Keulenkegels oder Kegels. Er unterscheidet sich von anderen Arten durch seinen langen Scheinfuß und die halbkugelförmige Spitze. Zahlreiche Stacheln unterschiedlicher Größe ragen aus seiner Oberfläche. Junge Golovach sind weiß, ausgewachsene Exemplare braun.

Der Schlabberling (Golovatsch) ist rund, oben leicht abgeflacht und unten spitz zulaufend. Nur ausgewachsene Exemplare besitzen Stacheln. Anfangs sind die Pilze hell, nehmen aber mit der Zeit eine graubraune Färbung an.

Der Riesengolowach zeichnet sich durch seine enorme Größe aus. Er erscheint wie eine riesige Kugel, die oben leicht abgeflacht ist. Sein Körperdurchmesser kann bis zu 0,5 Meter erreichen. Beim Umgang mit solch großen Exemplaren ist Vorsicht geboten: Die Sporenwolke kann zum Ersticken führen.
gelblich
Die gelben Birnen ähneln in Form und Farbe stark den Zitronenbirnen. Junge Birnen haben eine hellere Farbe und eine Oberfläche mit Stacheln und Bläschen. Mit zunehmender Reife fallen die Stacheln ab.
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Der Fruchtkörper kann verschiedene Formen annehmen. Ein charakteristisches Merkmal dieser Art sind ihre ungewöhnlich langen Stacheln, die ihr ein igelartiges Aussehen verleihen.
Mit der Zeit nehmen gealterte Exemplare einen hellbraunen Farbton an.
Birnenförmig
Die Pilze sind birnenförmig. Junge Exemplare sind weiß, ältere hingegen schmutzigbraun. Das Alter dieser Art lässt sich an den vorhandenen Stacheln erkennen.

Mit zunehmendem Alter fallen die Dornen ab und die Oberfläche wird glatt.
Stinkend
Diese Art trägt ihren wenig schmeichelhaften Namen nicht ohne Grund. Der Geruch des Fruchtfleisches erinnert an den stechenden Geruch von Gas.

Die Stinkende Art ist an ihren leicht gebogenen, dunkelbraunen Stacheln zu erkennen.
Treffpunkte und Regeln
Stäublinge findet man am häufigsten an Waldrändern, auf Wiesen und Lichtungen mit kurzem Gras. Sie wachsen oft auf alten Baumstümpfen und umgestürzten Bäumen. In ökologisch belasteten Gebieten sollte man sie nicht sammeln. Die Pilze absorbieren, ähnlich wie Schwämme, Schadstoffe und können gesundheitsschädlich sein. Daher ist es nicht empfehlenswert, sie in der Nähe von Industrieanlagen und Autobahnen zu sammeln.
Erfahrene Pilzsammler halten sich stets an die Grundregeln des Sammelns:
- Es ist besser, früh am Morgen, wenn noch Tau liegt, Vorräte zu sammeln.
- Stäublinge sollten nicht abgeschnitten werden. Dadurch wird das gesamte Myzel zerstört. Man schraubt sie wie Schrauben ab.
- Um Platz im Korb zu sparen, sollten Sie sofort alle Verunreinigungen von der Oberfläche entfernen.
Hauptunterschiede zu falschen Arten
Unerfahrene Pilzsammler können auf falsche Boviste stoßen und am Ende einen giftigen statt eines schmackhaften Pilzes erhalten.
Etwaige Zweifel lassen sich durch einen Blick auf die Fotos und Beschreibungen der Unterschiede zwischen gefälschten und echten Regenmänteln ausräumen:
- Der Warzenbovist gilt als giftig. Er unterscheidet sich von essbaren Arten durch das völlige Fehlen eines Stiels und seinen Geruch nach roher Kartoffel.

Warziger Stäubling - Gemeiner Stäubling (Orange). Diese Art unterscheidet sich in einigen Punkten vom echten Stäubling. Man erkennt sie an ihrer bräunlichen Farbe, dem dicken Panzer und den kleinen Schuppen auf der Oberfläche.
- Der Pantherpilz (auch Leopard-Sklerodema genannt) zeichnet sich durch das völlige Fehlen eines Stiels aus. Kleine Schuppen sind in einem interessanten Muster angeordnet, das an Leopardenflecken erinnert. Der Pantherpilz ist außerdem an seinem süßlichen Aroma zu erkennen.

Leopard-Sklerödem
Medizinische Eigenschaften
Stäublinge besitzen heilende Eigenschaften, die in der Volksmedizin weit verbreitet sind. Der Riesenstäubling enthält den Wirkstoff Calvinin, der auch in vielen traditionellen Krebsmedikamenten vorkommt.
Anwendungsgebiete und -beschränkungen
Aufgrund ihrer medizinischen Eigenschaften können Pilze in folgenden Fällen eingesetzt werden:
- Verletzungen (Schnittwunden, Verbrennungen).
- Atemwegserkrankungen (Bronchitis, Lungenentzündung, Tuberkulose).
- Hautkrankheiten.
- Vorbeugung und Stopp des Tumorwachstums.
- Reinigung des Körpers von Abfallstoffen und Giftstoffen.
Zubereitung des Medikaments
Ausgangsmaterial für die Zubereitung des Arzneimittels ist Sporenpulver. Ein Esslöffel Pulver wird in ein Glas heißes Wasser gegeben (empfohlene Wassertemperatur: 70 °C). Der Aufguss lässt man in einem Glasgefäß mit Deckel 40 Minuten ziehen.
Nur ausgewachsene Exemplare eignen sich für medizinische Zwecke. Sporenpulver kann auch als alleiniges Heilmittel oral eingenommen werden.
Verbrauch
Stäublinge können gekocht, gebraten oder getrocknet werden. Sie werden aber hauptsächlich in Suppen verwendet. Es werden nur junge Pilze gegessen; alte gelten als ungenießbar.
Verarbeitungs- und Kochfunktionen
Vor dem Kochen die Pilze mehrmals gründlich abspülen, am besten unter fließendem Wasser. Anschließend putzen und erneut abspülen. Die geputzten Boviste auf Wurmbefall untersuchen. Gesunde Exemplare werden aufgeschnitten, um die Farbe des Fruchtfleisches zu prüfen.
Stäublinge können bis zu 24 Stunden ohne Kühlung aufbewahrt werden. Gekühlt bleiben sie bis zu 3 Tage frisch. Eingefroren sind sie bis zu 6 Monate haltbar. Getrocknet oder gesalzen sind sie bis zu einem Jahr haltbar.
Pilze braten
Frittierte Champignons im Teigmantel schmecken wie ein Fleischgericht. Es empfiehlt sich, sie vor dem Frittieren 10 Minuten zu kochen. Andernfalls werden sie zäh.

Die Champignons werden in dünne Scheiben geschnitten und mit Salz, Pfeffer und manchmal Paprika gewürzt. Anschließend werden sie in Teig getaucht und in einer heißen Pfanne goldbraun gebraten. Der Teig wird aus Hühnereiern und Milch zubereitet.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Stäublinge sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie eignen sich hervorragend für eine Vielzahl von Gerichten und besitzen zudem heilende Eigenschaften. Verwechseln Sie sie aber bloß nicht mit ihrem ungenießbaren Gegenstück.
























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