Pilze, die auf Baumstümpfen wachsen, sind in bewaldeten Parks und Gärten weit verbreitet. Doch nicht jeder traut sich, sie zu pflücken, da nicht jeder weiß, welche essbar und welche giftig sind. Tatsächlich sind nur sehr wenige dieser Pilzarten essbar, und die meisten haben ungenießbare Doppelgänger.
Gründe für das Pilzwachstum auf Baumstümpfen
Pilze, die sich auf diese Weise ansiedeln, werden als saprophytische Pilze klassifiziert, da sie sich von den Überresten verschiedener Mikroorganismen ernähren. Sie parasitieren den Stamm eines Baumstumpfes oder eines lebenden Baumes und zerstören das Holz. Pilzsporen breiten sich in den geschädigten Bereichen aus und bilden ein Myzel, das es den Pilzen ermöglicht, tiefer in das Holz einzudringen und weiteren Schaden anzurichten.
Gründe für das Auftreten von Pilzen auf Baumstümpfen:
- Mechanische Beschädigung (Schneiden, Brechen).
- Unregelmäßige Gartenpflege.
- Baumschäden durch Schädlinge.
- Die gezielte Einbringung von Pilzsporen in Baumstümpfe oder Bäume zum Zweck der Kultivierung essbarer Arten.
Das könnte Sie auch interessieren:Essbare, holzzerstörende Pilze, die zu Hause oder auf großen Farmen gezüchtet werden (Honigpilze, Austernpilze, Shiitake), sind in der modernen Wirtschaft zu einer Quelle guter Gewinne geworden.
Giftige, holzzerstörende Organismen verursachen irreparable Schäden an Obstbäumen, was zu deren Absterben und zum Befall des gesamten Obstgartens führt. Daher sollten von diesen Parasiten befallene Bäume umgehend entwurzelt und vernichtet werden, um die Ausbreitung der Pilzsporen auf andere Pflanzen zu verhindern.
Essbare Pilze, die auf Baumstümpfen wachsen
Essbare Pilze können schwierig zu identifizieren sein, aber Fotos zeigen deutlich ihre charakteristischen Merkmale, und der Name und die Beschreibung jedes einzelnen Pilzes lassen sich leicht merken.
Die beliebtesten Speisepilze, die wild oder in Kultur auf lebendem oder verrottetem Holz wachsen, sind rote und gelbe Hallimaschpilze. Sie wachsen natürlich in Gruppen auf alten Nadelbaumstümpfen (Fichte und Kiefer). Sie finden breite Verwendung in der Küche und können eingelegt, gebraten, konserviert und gesalzen werden, ohne dass gesundheitliche Risiken bestehen.
Aufgrund ihres hohen Gehalts an Spurenelementen (Kupfer und Zink), die an der Blutbildung beteiligt sind, wirkt sich der Verzehr von Hallimasch positiv auf den Körper aus. Allerdings gibt es unter den Hallimaschpilzen auch giftige Doppelgänger, die sogenannten Falschen Hallimaschpilze. Ein Unterscheidungsmerkmal ist der Ring am Stiel der essbaren Frucht. Folgende Sorten von essbaren Hallimaschpilzen existieren:
- Der Hallimasch (Flammulina velutipes) ist aufgrund seiner leuchtend orangen Farbe oft auffällig. Der Hut verläuft sanft von hell nach dunkel und wird zur Mitte hin dunkler. Der Stiel ist fein behaart. Das Fleisch ist weißlich und hat einen ausgeprägten Pilzgeruch. Dank seiner guten Kältetoleranz findet man den Hallimasch im Winter unter dem Schnee auf beschädigtem Holz von Laubbäumen (Weide, Pappel).
- Sommerhallpilz (Kuehneromyces mutabilis). Er breitet sich auf verrottenden Lärchen aus. Der kleine, braune oder dunkelgelbe Hut ist bis zu 6 cm lang und bei jungen Früchten gewölbt, bei älteren flacht er ab. Der Stiel wird bis zu 7 cm lang. Das Fruchtfleisch ist gelb und duftet angenehm.
- Der Hallimasch (Armillaria mellea) wächst auf verrottenden Erlen-, Espen- und Birkenstümpfen. Sein Hut ist mit bis zu 17 Zentimetern Umfang recht groß und grünlich bis bräunlich. Die Stiele werden bis zu 10 Zentimeter lang, sind schuppig und hellbraun. Das Fleisch ist fest und aromatisch.
Andere essbare Pilze:
- Der Austernseitling (Pleurotus cornucopiae) hat einen trichterförmigen, hellgrauen Hut (3–12 cm), der ihm seinen Namen gibt. Der Stiel sitzt mittig (2–6 cm) und ist mit kleinen Lamellen besetzt. Das Fleisch ist weiß, etwas fest und dicht und hat ein feines Aroma. Austernseitlinge wachsen häufig auf Baumstümpfen.
- Der Krause Grifola (Grifola frondosa), auch Widderkopfpilz genannt, ist an seinem verwachsenen Hut und dem kurzen, hellen Stiel erkennbar. Er hat festes, schmackhaftes, weißes Fleisch. Er wächst auf Eichen- oder Ahornstümpfen und kann bis zu zehn Kilogramm wiegen.
- Gemeines Lebermoos (Fistulina hepatica). Es ähnelt, wie der Name schon sagt, einer Leber. Der Hut ist halbkreisförmig, rotbraun und erreicht eine Länge von bis zu 30 cm. Der Stiel ist kurz. Das rote, feste Fleisch hat einen ungewöhnlich sauren Geschmack und ein fruchtiges Aroma. Es bevorzugt Eichen oder Kastanienbäume und gelegentlich auch andere Laubbäume. Die Hauptwachstumsphase erstreckt sich vom Spätsommer bis Oktober.
- Tigerblatt-Lentinus (Lentinus tigrinus). Wächst im Sommer und Herbst und breitet sich auf Laubbäumen aus. Der Hut ist schuppig, 4–8 cm im Durchmesser und haselnussbraun. Die den Hut bedeckenden Schuppen sind meist braun. Der gebogene Stiel ist 3–8 cm lang. Der Fruchtkörper ist etwas hart und hat keinen besonders ausgeprägten Geruch. Er ist ein proteinreiches Produkt;
- Polyporus alveolaris. Diese Pilze wachsen im Frühling und Sommer auf Laubbaumstümpfen. Der rötlich-gelbe Hut ist oval, bis zu acht Zentimeter im Durchmesser und mit kleinen Schuppen bedeckt. Der seitlich sitzende weiße Stiel ist etwa 10 cm lang. Das Fleisch ist weiß, besonders fest und hat ein dezentes Aroma.
- Der Schuppenporling (Polyporus squamosus) ist die häufigste Art und wächst auf Baumstümpfen und Bäumen in Parks und Wäldern. Sein Hauptmerkmal ist der schuppige, ledrige, gelbliche Hut mit einem Durchmesser von bis zu 30 cm. Der Stiel ist schuppig, braun und etwa 10 cm lang. Das Fleisch ist aromatisch, fest und saftig. Junge Exemplare eignen sich am besten zum Kochen, da ältere Exemplare zäh werden.
- Der Schwefelporling (Laetiporus sulphureus), auch bekannt als Hühnerporling, ist ein parasitärer Pilz auf Obst- und Nadelbäumen. Sein gelblicher, tropfenförmiger Hut, 10 bis 40 cm groß, sitzt auf einem kaum sichtbaren gelben Stiel und enthält festes, saftiges Fleisch.
Obwohl die vorgestellten Pilzsorten essbar sind, müssen sie vor dem Kochen sorgfältig erhitzt werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Giftige und ungenießbare Pilzarten
Auf Baumstümpfen wachsen weitaus mehr ungenießbare als essbare Pilze. Der Verzehr kann irreparable Schäden verursachen. Zu den ungenießbaren Pilzen, die auf Baumstümpfen wachsen, gehören unter anderem Ganoderma, Ischnoderma und Postia. Fotos und detaillierte Beschreibungen zeigen charakteristische Merkmale, die bei anderen Arten nicht vorkommen.
- Ganoderma australe. Dieser Pilz zeichnet sich durch einen dichten, relativ großen Hut (40 x 13 cm) von dunkelbrauner Farbe aus. Der Stiel ist nicht deutlich abgegrenzt. Das braune Fleisch ist weich. Bevorzugte Standorte sind Pappel-, Eichen- und Lindenstümpfe;
- Ischnoderma resinosum. Dieser Parasit befällt Buchen, Birken, Tannen und Linden und verursacht dort Fäulnis. Er besitzt einen bronzefarbenen Hut, der bis zu 20 cm lang werden kann. Während des Wachstums sondert der Hut eine rötliche Flüssigkeit in Tropfenform ab. Das Fleisch ist giftig, weiß und saftig.
- Piptoporus quercinus. Fächerförmiger Fruchtkörper mit 10-15 cm Durchmesser, schöner samtiger Oberfläche und gelblich-brauner Farbe. Wächst vorwiegend auf Eichen;
- Postia stiptica. Dieser Pilz ist leicht an seinem weißlichen Körper zu erkennen, der verschiedene Formen annehmen kann. Junge Postien sind vollständig mit Flüssigkeitströpfchen bedeckt. Das Fleisch ist recht fest, saftig und leicht bitter. Dieser Pilz bevorzugt Nadelbäume zur Vermehrung.
- Der Schmetterlingstramete (Trametes pubescens) bevorzugt Birken- und Kiefernstümpfe oder Totholz. Er wächst in Gruppen. Die Hüte sind mit weichen Flaum bedeckt und weisen verschiedene Grautöne auf. Das Fleisch ist weiß und fest.
Mit ihrem schönen Aussehen und ihrem Duft ziehen ungenießbare Pilze die Blicke auf sich; sie werden leicht mit essbaren Exemplaren verwechselt, daher sollte man ihrer Beschreibung besondere Aufmerksamkeit schenken.
Pilze, die in der Volksmedizin verwendet werden
Es gibt Varietäten dieser Pilzart, die in der Volksmedizin wirksam zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt werden; sie sind Bestandteil von medizinischen Tinkturen, Abkochungen und Salben:
- Der Lärchenschwamm (Fomitopsis officinalis) oder Agaricus ist ein weißer bis hellgelber, länglicher Pilz, der einem Tierhuf ähnelt. Er kann bis zu 10 kg wiegen und wächst auf Nadelbäumen oder Lärchenstümpfen. In der Medizin wirkt er abführend, stillt Blutungen, hat eine beruhigende und leicht schlaffördernde Wirkung. Er wird auch zur Reduzierung von Schweiß eingesetzt.
- Der Glanzlack (Ganoderma lucidum), auch Reishi genannt, ist ein glänzender Zunderpilz, der häufig auf den Stümpfen gefallener Laubbäume vorkommt. Sein Hut ist eiförmig bis nierenförmig, rotbraun und von einer zarten, glatten, glänzenden Haut bedeckt. Das Fleisch ist ockerfarben und geschmacklos. Arzneimittel aus dem Glanzlack besitzen tumorhemmende und immunstärkende Eigenschaften, verbessern die Durchblutung und den Stoffwechsel und normalisieren den Blutdruck.
- Chaga (Inonotus obliquus), auch Birkenzunderpilz genannt, befällt Erlen-, Birken- und Ahornstümpfe sowie ganze Bäume und erreicht einen Durchmesser von bis zu vierzig Zentimetern. Sein Körper ist schwarz, unregelmäßig geformt und von kleinen Rissen bedeckt. In medizinischen Zubereitungen verwendet, wirkt er magenschützend, tumorhemmend, harntreibend und krampflösend.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Bei der Pilzsuche suchen Sammler oft am Boden nach ihren Wunschpilzen und vergessen dabei die nützlichen Speisepilze, die bevorzugt auf Baumstümpfen und Bäumen wachsen. Keine Sorge, falls kein Waldpark in der Nähe ist; mit frisch gefällten Baumstümpfen und ein paar einfachen Tipps können Sie selbst wunderbare Pilze züchten.
Das könnte Sie auch interessieren:









































Welche Vor- und Nachteile haben Austernpilze für den Menschen (+27 Fotos)?
Was tun, wenn gesalzene Champignons schimmeln (+11 Fotos)?
Welche Pilze als röhrenförmig gelten und wie sie beschrieben werden (+39 Fotos)
Wann und wo kann man 2021 in der Region Moskau mit dem Sammeln von Hallimasch beginnen?
Elena
Eichenpiptoporus (Piptoporus quercinus)?
Warum zeigt das Foto einen typischen Birkenpilz (Zunderpilz)?
Dies ist ein Heilpilz.
Trametes ist übrigens auch ein Heilpilz (in Japan werden aus Trametes Antitumor-Medikamente hergestellt).
Yarik
Ich habe in der Schule einen flachen, schwarzen Pilz gesehen. Er ist essbar.
Yarik
Nr. 1