Der Shiitake (Lentinula edodes) ist ein Baumpilz, der auf Laubbäumen wächst. Er gilt als Delikatesse und stammt ursprünglich aus Asien, wo er als besonders schmackhaft und gesund geschätzt wird. Seit Jahrhunderten nutzen östliche Heiler diesen Pilz zur Behandlung verschiedenster Beschwerden, und heute haben Forscher wissenschaftliche Belege für seine krebshemmenden Eigenschaften gefunden.
Charakteristische Merkmale der Sorte
Shiitake, auch Lentinula genannt, ist ein Speisepilz aus der Familie der Neugniaceae. Sein Name leitet sich von zwei japanischen Wörtern ab: „shii“ bedeutet Zwergkastanie und „take“ Pilz. Er wächst also auf Kastanienbäumen. Doch um es vorwegzunehmen: Diese Delikatesse wächst nicht nur auf Kastanien und auch nicht nur in Asien. In Europa ist der Shiitake auch als Chinesischer oder Kaiserlicher Pilz bekannt.
Aussehen, Morphologie und Foto
Shiitake-Pilze sind allein anhand der Beschreibung schwer zu bestimmen. Daher empfehlen wir, zunächst ein Foto des Pilzes genau anzusehen. Shiitake-Pilze sind typischerweise klein, mit einem Hutdurchmesser von 3 bis 15 cm. Junge Exemplare haben dunkelbraune, gewölbte, halbkugelförmige Hüte mit einem Muster aus Rissen und Höckern. Je älter der Shiitake ist, desto flacher und heller wird sein Hut.
Shiitake-Pilze gehören zu den Lamellenpilzen: Weiße, glatte oder (bei älteren Exemplaren) gesägte Lamellen sind unter dem Hut sichtbar und verfärben sich bei Beschädigung braun. Bei jungen Pilzen sind die Lamellen von einer Schutzmembran bedeckt. Linsenpilze haben rötlich-braune Stiele, die einen Durchmesser von bis zu 4 cm erreichen.
Das könnte Sie auch interessieren:Verteilungsort
Shiitake-Pilze wachsen in bewaldeten Gebieten, vorwiegend auf Baumstümpfen und Baumstämmen. Sie können in Gruppen oder einzeln auftreten, vom Frühling bis zum Herbst, typischerweise während der Regenzeit.
Die Linsenblume (Lentinula) ist in den Wäldern Japans und Chinas heimisch. Dort findet man sie auf den Stämmen von Kastanien, Ahorn, Eichen und Ebenholz. In Südostasien wächst sie auf dem Totholz von Laubbäumen, am häufigsten auf der Spitzblättrigen Kastanie (Castanopsis acuminata). Auch in der russischen Region Primorje ist die Linsenblume anzutreffen, wo sie auf dem Holz von Mongolischen Eichen und Amur-Linden vorkommt.
Verbrauch
Shiitake ist ein Speisepilz. Seine kulinarischen Qualitäten übertreffen die von Champignons und Austernpilzen, sind aber denen des Steinpilzes unterlegen, obwohl er im Osten als einer der schmackhaftesten Pilze gilt. Diese japanische Delikatesse wird als eigenständiges Gericht zubereitet und auch als Gewürz für Saucen, Suppen, Salate und Getränke verwendet.
In der Küche sind die Hüte der Shiitake-Pilze begehrter, da die Stiele zäher und faseriger sind. Köche im Osten geben gehackte Shiitake-Pilze zu Fleisch- und Gemüsegerichten, um ihnen ein pikantes und unverwechselbares Aroma zu verleihen.

Linsenpilze haben einen kräftigen Geschmack und ein pilzartiges Aroma mit einer feinen Radieschennote. Das Besondere an dieser Delikatesse ist, dass man sie sogar roh essen kann. Gekochte, gebratene oder geschmorte Shiitake-Pilze verlieren ihren charakteristischen Geschmack und erinnern eher an die in Europa bekannten Pilze.
Regeln und Treffpunkte
In freier Natur können Shiitake-Pilze drei Jahreszeiten lang, vom Frühling bis zum Spätherbst, geerntet werden. Die ergiebigsten Ernten erfolgen nach warmen Regenfällen. Suchen Sie nach einzelnen Pilzen oder großen Myzelien auf alten Baumstümpfen oder Totholz. Linsenpilze wachsen auch auf Sägemehl.
Am besten erntet man, bevor sich die Ränder der Kappen vollständig geöffnet haben. In diesem Entwicklungsstadium sind die Linsenpilze am schmackhaftesten und zartesten. Sie werden nicht vom Substrat abgeschnitten oder abgezogen, sondern gedreht. Dazu dreht man den Pilz einfach um seine Achse. Etwa zwei Wochen nach der Ernte beginnt an derselben Stelle eine zweite Fruchtkörperbildung.
Das könnte Sie auch interessieren:Unterscheidung von falschen, ungenießbaren Pilzen
Bei Wildpilzen besteht die größte Gefahr darin, sich zu verwechseln und statt einer essbaren Delikatesse einen giftigen Doppelgänger zu finden. Doch diese Sorge ist unbegründet, wenn Sie auf der Suche nach Shiitake sind. Dieser Pilz gehört zu einer monotypischen Art, hat also keine falschen, ungenießbaren oder giftigen „Verwandten“.

Unerfahrene Pilzsammler verwechseln Shiitake-Pilze möglicherweise mit bestimmten Champignonarten, wie beispielsweise Wiesenchampignons. Im Gegensatz zum Kaiserling wachsen Wiesenchampignons jedoch nicht auf Holz, sondern auf Weiden, Waldrändern, Wiesen und anderen offenen Flächen. Da beide essbar sind, besteht durch diese Ähnlichkeit kein Gesundheitsrisiko für den Sammler.

Pilzsammler sind vor allem an den sogenannten Waldpilzen interessiert, die zwar Shiitake-Pilzen ähneln, aber dunkle Flecken auf der Unterseite aufweisen. Viele halten sie für giftige Doppelgänger des essbaren Linsenpilzes, doch in Wirklichkeit handelt es sich um gewöhnliche Kaiserlinge, wenn auch ältere Exemplare. Obwohl sie nicht giftig sind, bieten sie auch keinen Nutzen, da ihre Nähr- und Heilwirkungen denen des Linsenpilzes deutlich unterlegen sind.
Die gesundheitlichen Vorteile von Shiitake und die Beschränkungen für seinen Verzehr
Shiitake-Pilze sind eine wahre Fundgrube an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. Daher findet diese edle Speise nicht nur in der Küche, sondern auch in der Alternativmedizin breite Anwendung.
Das könnte Sie auch interessieren:Nährwert
Lentinula zeichnet sich durch einen hohen Nährwert aus, und all ihre zahlreichen positiven Eigenschaften werden ausschließlich durch ihre reichhaltige chemische Zusammensetzung bestimmt.
https://www.youtube.com/watch?v=AV2qoA1iu8k
Shiitake-Pilze sind ein hervorragendes, sättigendes Lebensmittel und liefern dem Körper wichtige Energie. 100 Gramm frische Shiitake-Pilze enthalten etwa 30 kcal, die gleiche Menge gekochte Shiitake-Pilze etwa 40 kcal und die gleiche Menge getrocknete Shiitake-Pilze 300 kcal. Sie sind eine ausgezeichnete Quelle für Protein (fast 10 g pro 100 g Trockenprodukt), essentielle Aminosäuren sowie zahlreiche Vitamine, Mikro- und Makronährstoffe.
Durch den Verzehr dieser kaiserlichen Delikatesse können Sie sicher sein, dass Ihr Körper viele nützliche Substanzen aufnimmt, wie zum Beispiel:
- B-Vitamine;
- Vitamin D;
- Zink;
- Kalium;
- Kalzium;
- Eisen;
- Magnesium;
- Mangan;
- Phosphor;
- Natrium;
- Chitin und andere.
Sie alle sind für das ordnungsgemäße Funktionieren des menschlichen Körpers unerlässlich.
Medizinische Eigenschaften von Shiitake
Die heilenden Eigenschaften von Shiitake-Pilzen waren schon im alten China bekannt. Kaiser tranken damals einen Pilzaufguss, da sie glaubten, er helfe ihnen, ihre Jugend zu bewahren und Krankheiten vorzubeugen. Auch in Japan wird Lentinula seit der Antike geschätzt und galt dort als Lebenselixier, das zusammen mit Ginseng verehrt wurde. Heute wird Shiitake-Extrakt als Wirkstoff in Anti-Aging-Kosmetika verwendet. Angeblich soll das Geheimnis der schönen Haut japanischer Geishas in Lentinula liegen.
Bei regelmäßigem Verzehr bieten Shiitake-Pilze dem Körper zahlreiche Vorteile:
- das allgemeine Wohlbefinden verbessern;
- das Nervensystem stärken;
- Erkältungen behandeln;
- das Blut reinigen;
- niedrigere Cholesterinwerte;
- Blutzuckerspiegel normalisieren;
- haben einen positiven Einfluss auf die Funktion des Verdauungstrakts;
- Erhöhung der Stressresistenz;
- Giftstoffe aus dem Körper entfernen;
- Fieber senken;
- Steigerung der männlichen Potenz.

Linsenbasierte Gerichte und Medikamente sind hilfreich bei:
- hoher Cholesterinspiegel;
- Krankheiten, die durch eine verminderte Immunität verursacht werden;
- Diabetes mellitus;
- Viruserkrankungen (Herpes, Grippe, Pocken, Kinderlähmung, Hepatitis, HIV);
- Krankheiten bakteriellen Ursprungs (Bronchitis, Tuberkulose, Kokkenflora);
- Herzerkrankungen (Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Thromboseneigung);
- Candidiasis;
- Augenerkrankungen;
- einige Krebsarten;
- Magengeschwür des Magen-Darm-Trakts;
- Gicht;
- Verstopfung;
- Lebererkrankungen;
- Erkrankungen der oberen Atemwege;
- Fettleibigkeit.
Zur Vorbeugung bösartiger Tumore empfiehlt sich ein alkoholischer Aufguss aus Shiitake-Pilzen. Dieser wird aus 60 g Pilzpulver und 800 ml Wodka zubereitet. Die Mischung lässt man 30 Tage lang an einem kühlen Ort ziehen. Einen Monat lang nimmt man vor jeder Mahlzeit einen Teelöffel davon ein und pausiert anschließend.
Bei den meisten anderen Beschwerden wird getrocknetes Pilzpulver empfohlen. Die Tagesdosis dieses natürlichen Heilmittels beträgt 6–16 g. Das Pulver kann roh verzehrt, Suppen beigemischt oder als Aufguss zubereitet werden. Auch das Trinken von Pilzpulver stärkt das Immunsystem und steigert die Energie: 1 Teelöffel dreimal täglich vor den Mahlzeiten über einen Monat.

Für kosmetische Zwecke wird ein Pilzaufguss verwendet. Zwei Teile Wasser und ein Teil zerstoßene Pilze werden eine Woche bis zehn Tage lang an einem dunklen Ort ziehen gelassen. Dieser Aufguss eignet sich zur täglichen Anwendung bei problematischer und reifer Haut.
Trotz ihrer zahlreichen gesundheitlichen Vorteile gibt es bei Shiitake-Pilzen auch einige Kontraindikationen. Diese Delikatesse sollte nicht von Kindern unter 7 Jahren, Asthmatikern, Allergikern sowie Schwangeren und Stillenden verzehrt werden.
Shiitake-Pilze zu Hause anbauen
In der Natur wachsen Linsenpilze auf Baumstümpfen und Baumstämmen, doch der Mensch hat gelernt, sie auf Sägemehl zu züchten. Zuhause lässt man diese Delikatesse auf mit Myzel beimpften Substratblöcken keimen. So gezüchtete Pilze zeichnen sich durch ihren hervorragenden Geschmack aus, obwohl ihre medizinischen Eigenschaften denen ihrer natürlichen Artgenossen unterlegen sind.
Lentinula wird typischerweise auf Eichen-, Ahorn- oder Buchensägemehl kultiviert. Manchmal werden auch Espen-, Erlen-, Birken-, Pappel- und Weidenholz verwendet. Nadelholzsubstrate sind absolut ungeeignet, da ihr Harzgehalt das Myzelwachstum hemmt.
Getreidekörner und Kleie (von Gerste, Weizen, Hirse und Reis), Hülsenfruchtmehl, Biertreber und andere stickstoff- und kohlenhydratreiche Bestandteile eignen sich als Düngemittel zur Wachstumsbeschleunigung. Um einen optimalen pH-Wert im Boden zu erreichen, kann dem Substrat Kreide oder Gips beigemischt werden.
Zuerst wird das Substrat in Säcke aus atmungsaktivem Material (z. B. Agrofaser) verpackt. Es wird 24 Stunden lang bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius und anschließend weitere 3 Tage bei 50 Grad Celsius gelagert.
Anschließend wird Myzel zum Substrat gegeben (20 g Myzel pro 2 kg Substrat), das Substrat in Plastikbeutel gefüllt und zwei Wochen lang im Gewächshaus aufbewahrt. Um die Keimung zu beschleunigen, sollte die Erde regelmäßig mit Wasser besprüht werden, um Regen zu simulieren. Schon bald erscheinen die ersten Pilze im Beutel.
Rezepte und Kochtipps
Während Köche im Osten ihre Gerichte hauptsächlich mit frischen Pilzen zubereiten, werden in Europa eher getrocknete Shiitake-Pilze verwendet. Japanische und chinesische Feinschmecker behaupten, dass getrocknete Shiitake-Pilze ihr einzigartiges Aroma verlieren, weshalb sie oft die rohe Variante bevorzugen.

Europäer hingegen bevorzugen die Variante ohne ausgeprägten Geruch und Geschmack. Letztendlich hat aber jeder das Recht, selbst zu entscheiden, ob er Pilze frisch oder gekocht isst.
Gebratene Shiitake-Pilze mit Pfeffer
Dieses Gericht ist sehr einfach zuzubereiten. Benötigte Zutaten:
- 250 g frische Champignons;
- 2 Paprikaschoten;
- 2 Knoblauchzehen;
- 3 EL Pflanzenöl;
- 1 Bund Dill.

Die Paprika entkernen, abspülen und in Streifen schneiden. Knoblauch und Dill hacken. Die Champignons schälen und die Köpfe in Scheiben schneiden. Paprika und Champignons in einen Topf mit erhitztem Öl geben und unter ständigem Rühren weich dünsten. Knoblauch, Dill und Gewürze hinzufügen und eine weitere Minute garen.
Shiitake-Suppe
Zutaten:
- 150 g frische Shiitake-Pilze;
- 1 Zwiebel;
- 50 g Butter;
- 45 ml Olivenöl;
- 15 g Mehl;
- 200 ml Milch;
- 300 ml Wasser;
- Salz, Pfeffer;
- Grün;
- Zitronensaft.

Diese Suppe kann sowohl mit frischen als auch mit getrockneten Pilzen zubereitet werden. Falls Sie getrocknete Pilze verwenden, weichen Sie diese vor dem Kochen 5 Minuten in kaltem Wasser ein. Kochen Sie die Pilze 40 Minuten lang und hacken Sie sie nach dem Abkühlen fein. Würfeln Sie die Zwiebel fein und braten Sie sie in Pflanzenöl an. Vermengen Sie alles mit den Pilzen und braten Sie die Mischung weitere 5 Minuten.
Butter, Gewürze und Mehl hinzufügen und glatt rühren. Wasser angießen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, dann langsam die Milch hinzufügen und aufkochen lassen. 3 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Das Gericht etwas abkühlen lassen und anschließend pürieren. Mit Kräutern und etwas Zitronensaft beträufelt servieren.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Hippokrates sagte einst: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel.“ Die japanischen Shiitake-Pilze, eine Delikatesse, erfüllen diese Regel perfekt. Schließlich sind sie nicht nur ein schmackhaftes Lebensmittel, sondern auch ein wirksames Heilmittel, das Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit verbessern kann.
















Welche Vor- und Nachteile haben Austernpilze für den Menschen (+27 Fotos)?
Was tun, wenn gesalzene Champignons schimmeln (+11 Fotos)?
Welche Pilze als röhrenförmig gelten und wie sie beschrieben werden (+39 Fotos)
Wann und wo kann man 2021 in der Region Moskau mit dem Sammeln von Hallimasch beginnen?