Trotz seiner weiten Verbreitung ist der Bitterpilz noch weitgehend unerforscht. Viele Quellen weisen auf seine Giftigkeit hin, offiziell gilt er jedoch als ungiftig. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit einigen beliebten Speisepilzen landet er häufig in den Körben von Pilzsammlern. Um die von diesem mysteriösen Pilz ausgehende Gefahr zu verstehen, ist es notwendig, ihn genauer kennenzulernen.
Charakteristische Merkmale der Sorte
Dieser Pilz gehört zur Familie der Röhrlingsgewächse (Boletaceae), Gattung Tylopilus. Diese Art gilt als ungenießbar.
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- Bitterling;
- gelber Champignon;
- Falscher Steinpilz;
- Falscher Birkenröhrling.
Beschreibung des Aussehens und Foto
Der Hut hat eine schwammartige Textur. Sein Durchmesser kann zwischen 4 und 15 cm variieren. Bei jungen Früchten ist er halbkugelförmig. Mit der Zeit streckt er sich und nimmt eine flache, tellerförmige Gestalt an. Das Innere ist kissenförmig.
Die Kappe ist mit einem dünnen Film überzogen. Trotz ihrer Dichte weist sie eine poröse Struktur auf. Die Oberfläche ist trocken und leicht samtig. Bei feuchtem Wetter bildet sich ein leicht klebriger Belag. Die Kappe ist braun, meist in hellen Brauntönen.
Der Stängel ist kräftig, unregelmäßig zylinderförmig und an der Basis verdickt. Sein durchschnittlicher Durchmesser beträgt 7 cm. Die Farbe variiert von cremefarben bis braun. Ein dichtes Netz brauner, manchmal hellbrauner Adern ist deutlich sichtbar.
Das Fruchtfleisch ist faserig. Es konzentriert sich hauptsächlich im Stiel; auf dem Hut bildet es nur eine dünne Schicht zwischen dem schwammartigen Material und der Huthaut. Die Sporen sind klein und rund. Das Sporenpulver ist rosa bis rosabraun.

Eine verbale Beschreibung kann nicht alle individuellen Merkmale des Bitterlingspilzes wiedergeben; um den Bitterlingpilz vollständig zu verstehen, ist es notwendig, sein Foto sorgfältig zu betrachten.
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Der Bitterling weist mehrere artspezifische Merkmale auf:
- rosa Farbe des schwammartigen Materials auf der Rückseite der Kappe;
- braunes Netzgewebe an einem Bein;
- Beim Anschneiden nimmt das Fleisch eine bräunliche Färbung an;
- praktisch geruchlos;
- Bei Kontakt mit der Zunge verursacht es ein stechendes Brennen.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Bitterlings ist sein attraktives Aussehen. Die Oberfläche ist stets unversehrt. Dieser Pilz wird nie von Insekten befallen.
Verteilungsort
Der Bitterling ist in Europa, Amerika und Russland weit verbreitet, insbesondere im zentralen Teil des Landes. Er kommt sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern vor. Er bevorzugt Waldränder mit lichten Baumbeständen und leichte, saure Böden. Er gedeiht gut auf Sandkraut und zwischen Kiefernzweigen. Am häufigsten wächst er auf morschen Baumstümpfen oder den Wurzeln alter Bäume.
Die ersten Pilze erscheinen Ende Juni, mit einem starken Wachstum im Juli und August. Im September beginnen die Pilze zu verblassen und sind Mitte Oktober vollständig verschwunden. Bei Nachtfrösten vor Oktober verschwinden sie bereits im September. Bitterlinge wachsen einzeln oder in Gruppen von bis zu 15 Stück.
Verbrauch
Die häufig gestellte Frage, ob der Gallpilz essbar ist, lässt sich eindeutig beantworten: Nein, er ist ungenießbar. Dieser Pilz wird nicht verzehrt. Grund dafür ist seine unerträgliche Bitterkeit, die sich durch keinerlei Kochtricks beseitigen lässt. Im Gegenteil: Erhitzen verstärkt die Bitterkeit nur.
Einige renommierte Mykologen behaupten, der Bitterling sei giftig. Es herrscht die weitverbreitete Annahme, sein Fleisch enthalte Toxine, die die menschliche Leber schädigen. Allerdings stufen alle bekannten Nachschlagewerke und Enzyklopädien den Bitterling als ungiftig ein. Die Frage seiner möglichen Giftigkeit bleibt daher ungeklärt.
Das könnte Sie auch interessieren:Unterschied zu essbaren Pilzen
Jeder erfahrene Pilzsammler weiß, wie man einen Bitterling von einem Steinpilz unterscheidet. Unerfahrene Sammler verwechseln ihn jedoch oft mit Steinpilzen, Röhrlingen und Birkenröhrlingen. Obwohl sie sich in mancher Hinsicht ähneln, gibt es auch eine Reihe deutlicher Unterschiede:
- Der Steinpilz hat einen fleischigen, gewölbten Hut. Junge Exemplare sind weiß, mit zunehmendem Alter verfärbt er sich gelblich-braun. Die Oberfläche ist matt, runzelig und manchmal rissig. Bei feuchtem Wetter wird sie klebrig. Das Fleisch ist weiß und faserig. Bei Beschädigung bleibt es weiß und verfärbt sich nicht.
Der Stiel ist kräftig und fassförmig und kann mit zunehmender Reife zylindrisch werden. Er ist meist etwas heller als der Hut. Der obere Teil ist von einem kaum wahrnehmbaren Netz feiner weißer Adern bedeckt. Die röhrenförmige Schicht unter dem Hut ist weiß oder gelb. Man kann den Bitterling anhand folgender Merkmale von der weißen Sorte unterscheiden:
- bitterer Geschmack;
- ein deutlich erkennbares bordeauxrotes Netzmuster am Stiel;
- rosa Farbe der röhrenförmigen Substanz;
- Veränderung der Zellstofffarbe bei Beschädigung.
- Bitterlinge werden häufig mit Steinpilzen verwechselt. Der Hut des Steinpilzes ist halbkugelförmig und meist hellbraun. Seine Oberfläche ist trocken, matt und leicht samtig. Er weist oft Risse auf. Das Fleisch ist weiß und bleibt beim Anschneiden unverändert. Die Röhrenschicht ist gelblich. Der Stiel ist massiv, etwas dunkler als der Hut und von einem Netz heller Adern durchzogen. Bitterlinge unterscheiden sich von Steinpilzen durch folgende Merkmale:
- Bitterkeit;
- Maschendichte und Farbe;
- Farbe der Röhrenschicht;
- Dunkelfärbung des Fruchtfleisches an der Schnittstelle.
- Manchmal wird der Bitterling mit dem Birkenröhrling verwechselt. Der Birkenröhrling hat einen braunen, kissenförmigen Hut mit glatter Oberfläche. Er sitzt auf einem dünnen, weißen Stiel, der dicht mit braunen Schuppen bedeckt ist. Das Fleisch ist weiß und verfärbt sich auch bei Verletzungen nicht. Man kann den Birkenröhrling anhand folgender Merkmale vom Bitterling unterscheiden:
- schmeckt nicht bitter;
- Vorhandensein von Schuppen am Stiel;
- Beindicke;
- glatte Oberfläche;
- weißlich-graue, röhrenförmige Substanz;
- Das Fruchtfleisch ändert beim Schneiden nicht seine Farbe.
- Bitterlinge werden häufig mit Birkenröhrlingen verwechselt, die rosafarbenes Fruchtfleisch haben. Bitterlinge sind zunächst weiß, die rosa Färbung entsteht durch den Kontakt mit Luft. Birkenröhrlinge hingegen haben von Anfang an rosafarbenes Fruchtfleisch, das einheitlich gefärbt ist und seine Farbe auch beim Anschneiden nicht verändert.
Vergiftungsgefahr und Vergiftungssymptome
Vergiftungen durch diese Pilzart sind wenig erforscht. Das liegt am extrem geringen Vergiftungsrisiko. Der Pilz ist so bitter, dass er buchstäblich unmöglich in den Mund zu nehmen, geschweige denn zu schlucken ist. Er kann nur eingelegt oder gesalzen verzehrt werden. Verschiedene Gewürze und Essig überdecken die Bitterkeit, sodass der bittere Pilz leicht mit einem stark gepfefferten Pilz verwechselt werden kann.
Da Bitterlinge völlig ungenießbar sind, sind Vergiftungsfälle äußerst selten. Solche Fälle wurden jedoch dokumentiert, obwohl der Nachweis, dass Bitterlinge die Ursache sind, extrem schwierig ist. Das Problem liegt in der Komplexität der Vergiftungssymptome: Deutliche Symptome treten erst Wochen oder sogar Monate später auf. Nur ein sehr erfahrener Arzt kann eine Pilzvergiftung vermuten.
Nachdem das Gift in den Körper gelangt ist, treten vorübergehend Schwäche und Schwindel auf. Diese Symptome klingen jedoch bald wieder ab. Gleichzeitig beginnen die Toxine, die Leberzellen zu schädigen. Nach einigen Wochen entwickelt sich ein akutes Unwohlsein, verursacht durch eine beeinträchtigte Leberfunktion und einen gestörten Gallenfluss. Hohe Toxinkonzentrationen können sogar zu einer Leberzirrhose führen.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Um diese Pilzart ranken sich viele Kontroversen. Die häufigsten Fragen lauten:
Bittere Pilze sind bis heute wenig erforscht. Die Debatten um ihre Giftigkeit gewinnen an Fahrt. Einige Mykologen argumentieren zugunsten der Gifttheorie, dass selbst Insekten diese Pilze nicht fressen. Andere Quellen behaupten jedoch, bittere Pilze seien eine Delikatesse für Hasen und Eichhörnchen.






















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