Welche Temperatur ist für das Wachstum von Pilzen im Wald im Herbst erforderlich? (+37 Fotos)

Pilze

Pilze benötigen, wie alle Lebewesen, spezifische Bedingungen für ihr Wachstum und ihre Entwicklung. Die wichtigsten Kriterien sind Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur. Die Beleuchtung spielt für diese Organismen eine untergeordnete Rolle.

Gut zu wissen!
Im Durchschnitt wachsen Pilze im Wald bei Temperaturen von 18-28 Grad Celsius.

Diese Angaben sind jedoch nicht exakt, da jede Pilzart ihren eigenen Temperaturbereich hat. Die Kenntnis der optimalen Wachstumstemperatur für Pilze ist nicht nur für Pilzzüchter, sondern auch für Pilzsammler im Wald wichtig. Diese Information hilft Ihnen, den besten Tag für eine reiche Ernte zu finden.

Die beste Zeit zum Pilzesammeln ist vom frühen Frühling bis zum ersten Frost. Solange es noch keinen Frost gibt, kann man also auch im Winter auf Pilzsuche gehen.

Temperatur, die für das Pilzwachstum im Herbst erforderlich ist

Diese Jahreszeit markiert den Höhepunkt der Pilzsaison. Fast alle Sommerarten sind auch im Herbst noch zu finden, doch es sprießen neue Pilze – insbesondere Herbstpilze. Steinpilze und Eichenröhrlinge stellen ihr Wachstum als Erste ein, sobald die Temperatur unter 15 Grad Celsius sinkt. Anschließend nimmt die Anzahl von Milchlingen, Täublingen und Schuppenpilzen im Wald allmählich ab. Diese Arten stellen ihr Wachstum ein, sobald die Lufttemperatur auf 10 Grad Celsius sinkt.

Der am häufigsten im Wald vorkommende Pilz zu dieser Jahreszeit ist der Hallimasch.

Sie bevorzugen feuchte Standorte und altes Holz als Wachstumsumgebung, daher findet man sie in Schluchten und auf Baumstümpfen. Zu den Lieblingspflanzen des Hallimaschs zählen Pappel und Maulbeerbaum.

Der Grünfink ist sehr kälteresistent.

Der Grünfink gedeiht auch bei Temperaturen bis zu 5 Grad Celsius. Er gilt als Winterbote: Sobald ein Grünfink im Wald auftaucht, ist in zwei Wochen mit Frost zu rechnen. Grünfinken bevorzugen Kiefernwälder mit sandigem Boden. Sie fühlen sich auf hellen Lichtungen und Wegen pudelwohl. Da sie selten einzeln wachsen, kann man fast einen ganzen Korb voll von einem einzigen Standort ernten.

Ein weiterer Vertreter des Herbstwaldes ist die Eberesche.

Für optimales Wachstum benötigt der Tricholoma Nadelwälder und sandigen Boden. Er ist nicht so kälteresistent wie der Grünfink und ist daher nur bis Ende Oktober anzutreffen.

Günstige Temperaturbedingungen im Frühling

Sobald der Schnee schmilzt und die Lufttemperatur auf 5 bis 10 Grad Celsius steigt, kann man Morcheln im Wald finden.

Man findet sie oft direkt in Schmelzwasserpfützen. Ein weiterer bevorzugter Standort für ihr Wachstum ist die Nähe von Laubbäumen.

Zusammen mit Morcheln erscheinen Linien.

Die gewöhnliche Morchel wächst bevorzugt unter Nadelbäumen. Die Riesenmorchel hingegen findet man vorwiegend in Misch- und Laubwäldern. Beim Sammeln der oben genannten Pilze ist Vorsicht geboten, da sie nur bedingt genießbar sind. Sie dürfen nur gekocht verzehrt werden.

Eine weitere Pilzart, die im Frühlingswald vorkommt, ist der Stäubling. Er erscheint jedoch später als Morcheln und Gyromitra, wenn die Umgebungstemperatur konstant über 15 Grad Celsius liegt.

Neben Wärme benötigt dieser Pilz reichlich Feuchtigkeit zum Gedeihen. Daher findet man ihn meist im Mai nach Regenfällen. Er ist in Nadel- und Mischwäldern weit verbreitet. Beim Sammeln von Stäublingen sollten nur junge Exemplare verwendet werden. Diese haben den höchsten Nährwert, da sie im Gegensatz zu älteren Pilzen weiches Fleisch besitzen.

Im Frühling finden Pilzsammler im Wald oft den Orangen-Pilzling.

Abgesehen von seiner attraktiven Farbe ist dieser Pilz unscheinbar. Er hat weder Pilzgeruch noch -geschmack. Er wird hauptsächlich als farbgebendes Element in getrockneten Bündeln verwendet.

Die richtige Temperatur im Sommer

Der Sommer ist eine günstige Jahreszeit für das Pilzwachstum, doch extreme Hitze schadet den Pilzen. Steigt die Lufttemperatur über 35 Grad Celsius, wird das Myzelwachstum gehemmt. Wenn es also die ganze Woche über unerträglich heiß war und es nicht geregnet hat, lohnt sich die Pilzsuche nicht – es wird nichts zu pflücken geben. Optimal für das Pilzwachstum sind Regenfälle der letzten Zeit und Temperaturen um die 20 Grad Celsius.

Unter günstigen Bedingungen gehören Espenpilze zu den ersten, die erscheinen.

Sie wachsen vorwiegend in Laub- und Mischwäldern. Sie gedeihen im Schatten, daher findet man sie in Dickichten und Moosen.

Dann beginnen die Butterpilze aktiv zu wachsen.

Verschiedene Arten von Butterpilzen bevorzugen unterschiedliche Bedingungen; einige bevorzugen Nadelwälder, während andere in Laubwäldern gedeihen. Daher sind sie überall zu finden, vor allem auf hellen Lichtungen.

Im Hochsommer erscheinen zahlreiche Steinpilze im Wald.

Weißer Champignon
Weißer Champignon

Diese Art bevorzugt offene, sonnige Standorte in Kiefern- und Birkenwäldern. Sie wächst selten einzeln; findet man ein Exemplar, befinden sich daher wahrscheinlich noch mindestens zwei weitere in der Nähe.

Volnushki gibt es auch im Sommer.

Sie wachsen am häufigsten in Birkenwäldern, sind aber auch in Mischwäldern zu finden. Erfahrene Pilzsammler empfehlen, nur junge Pilze zu pflücken, da diese einen festen Hut haben und sich gut transportieren lassen.

Der Steinpilz wird hauptsächlich im Sommer geerntet. Sein Hauptwachstum findet im Früh- und Spätsommer statt, da er extreme Hitze nicht verträgt. Er wird meist in der Nähe von Eichen oder Linden gesammelt, weshalb man ihn in Laubwäldern suchen muss.

Bei welcher Temperatur können Pilze während des ersten Frostes wachsen?

Nur wenige Pilzarten vertragen Kälte. Daher endet die Pilzsaison für die meisten Hobby-Pilzsammler mit dem November. Ganz zuverlässig ist das allerdings nicht, da manche Arten erst nach dem ersten Frost wachsen.

Ein eindrucksvolles Beispiel für frostliebende Pilze ist der Hallimasch.

Er wächst vorwiegend in Laubwäldern auf Bäumen. Neben seinem auffälligen Aussehen besticht er durch seinen hervorragenden Geschmack, weshalb sich die Suche lohnt. Das Myzel wächst bei Minustemperaturen nicht direkt, Frost verlangsamt sein Wachstum lediglich, stoppt es aber nicht. Sobald es etwas wärmer wird, taut der Hallimasch auf und wächst weiter.

Ein weiterer Pilz, der im Winter zu finden ist, ist der Winterausternpilz.

Sie wächst bevorzugt auf abgestorbenen Espen und Birken. Auf anderen Baumarten ist sie selten anzutreffen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wächst Myzel auch bei Frost?
Bei Minustemperaturen kommt das Myzelwachstum zum Erliegen und verlangsamt sich nur bei einigen Winterpilzarten. Bei starkem Frost verläuft das Wachstum jedoch sehr langsam und wird lediglich durch den Schutz der Baumrinde aufrechterhalten. Steigt die Temperatur aber einige Grad über den Gefrierpunkt, setzt das Myzelwachstum der Winterpilze wieder mit der vorherigen Geschwindigkeit ein.
Bei welcher Temperatur hören Pilze auf zu wachsen?
Die meisten Pilze stellen ihr Wachstum ein, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen und über 35 Grad Celsius steigen. Diese Bedingungen sind ungünstig für das Myzel, da sie die Wasserversorgung behindern.
Wachsen Pilze bei sehr heißem, aber feuchtem Wetter?
Generell nein, da hohe Temperaturen die Verdunstung von Feuchtigkeit aus dem Boden in die Luft fördern. Pilze benötigen zum Wachsen gut durchfeuchteten Boden, nicht die Atmosphäre. Daher ist eine normale Pilzentwicklung unter diesen Bedingungen unmöglich.
Werden Pilze nach dem Frost geerntet?
Natürlich gibt es einige Winterpilzarten, die niedrige Temperaturen zum Gedeihen benötigen. Daher lohnt sich ein Ausflug in den Wald nach dem ersten Frost auf jeden Fall, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, Hallimasch und Austernpilze zu finden, die im Winter sehr begehrt sind.
Können Pilze bei Temperaturen von 5-10 Grad wachsen?
Diese Indikatoren eignen sich nur für bestimmte Pilzarten – Grünfinken, Morcheln und Stäublinge können bei dieser Temperatur wachsen.

Wer eine ruhige Pilzsuche bevorzugt, sollte vor dem Betreten des Waldes unbedingt die durchschnittliche Tagestemperatur und die Zeit seit dem letzten Regen berücksichtigen. Warmes und feuchtes Wetter verspricht eine erfolgreiche Pilzsuche.

Kommentare zum Artikel: 2
  1. Sergej

    Ich sammle Steinpilze, Butterpilze und Espenpilze bis Oktober. Am wichtigsten ist es, strengen und anhaltenden Frost zu vermeiden.

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  2. Wer sich mit Pilzen nicht auskennt, sollte nicht darüber schreiben. Statt eines Milchlings lieber ein Foto von einem Mitreisenden machen. Statt eines Butterpilzes lieber ein Foto von einem Sumpfporst machen.

    Antwort
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