Der Geschmack und die Nährwerte von Pilzen sind unbestreitbar. Sie sind reich an vielen wertvollen Inhaltsstoffen. Sie enthalten Proteine, Fette, die Vitamine A, B, C, D und PP, Enzyme und organische Säuren. Ein solches „Bouquet“ an wertvollen Substanzen wirft natürlich bei vielen Erwachsenen eine verständliche Frage auf: Ab welchem Alter dürfen Kinder Pilze essen?
Schließlich möchte jedes Elternteil sicherstellen, dass seine Kinder eine hochwertige, nährstoffreiche Ernährung mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erhalten. Doch hier eine Warnung für viele: Ein gesundes und nährstoffreiches Produkt ist nicht immer so sicher und vorteilhaft, insbesondere für einen empfindlichen Körper.
Ab welchem Alter dürfen Kinder Pilze essen?
Sollte man seinem Kind Pilze geben oder nicht? Natürlich trifft jeder Erwachsene seine eigene Entscheidung.
Experten haben jedoch ein bestimmtes Alter festgelegt, ab dem Kinder Pilze essen können, und diese Empfehlungen sollten beachtet werden:
- Verzehr durch stillende Mütter. Ist Stillen ein Ausschlusskriterium für den Verzehr von Pilzen? Höchstwahrscheinlich ja, denn wenn sie in die Muttermilch gelangen, können sie beim Säugling zu vermehrter Gasbildung und somit zu Koliken führen. Ein kurzer Genuss von Pilzen ist eine schlaflose Nacht und ein unruhiges Baby nicht wert.
- Kleinkinder. Die meisten Kinderärzte sind sich in dieser Frage einig: Pilze an Kinder unter zwei Jahren zu verabreichen, kommt nicht in Frage. Und es besteht wohl auch kein dringender Bedarf. Einige Ärzte sind jedoch der Ansicht, dass sogenannte Zuchtpilze – Champignons und Austernpilze, die unter sterilen Bedingungen ohne Düngemittel oder Chemikalien gezüchtet werden – der Gesundheit von Kindern nicht schaden.
- Kinder ab 5 Jahren. Ab diesem Alter ist es in Ordnung, kleine Mengen Pilze in die Ernährung einzuführen. Dabei sollten Sie jedoch auf hochwertige und gesunde Sorten wie Milchpilze, Birkenröhrlinge und Espenröhrlinge achten. Servieren Sie die Pilze nicht als Hauptgericht, sondern als Beilage, beispielsweise in Soßen oder Saucen, nachdem Sie sie vorher kleingeschnitten haben.
- Jüngere Kinder im Schulalter können durchaus Pilze essen, allerdings nicht regelmäßig oder als Hauptgericht. Man kann sie beispielsweise einem Auflauf, einer Pastete oder einem Fleischgericht beifügen. In diesem Alter ist es in Ordnung, Kindern Wildpilze anzubieten. Da die Hüte weniger giftig sind, eignen sie sich am besten für den Anfang. Selbstverständlich sollten die Pilze von hoher Qualität, kleingeschnitten und gut durchgegart sein.
- Ab 10 Jahren. Mit 10 Jahren ist der Magen-Darm-Trakt von Kindern fast so weit entwickelt wie der von Erwachsenen. Das bedeutet, dass der Verzehr von Pilzen in der Regel keine Probleme bereitet. Sollten jedoch bereits Verdauungsprobleme oder -abweichungen aufgetreten sein, ist beim Verzehr von Pilzen bei Kindern äußerste Vorsicht geboten.
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Viele Eltern essen selbst zu viele Pilze, was oft dazu führt, dass diese auch in den Speiseplan sehr junger Kinder gelangen. Doch jeder Kinderarzt wird Ihnen bestätigen, dass Kinder keine Pilze essen sollten, und das aus gutem Grund.
Tatsächlich sind Pilze trotz all ihrer positiven Eigenschaften eine schwer verdauliche Proteinquelle. So schwer, dass der Magen-Darm-Trakt eines Kindes sie einfach nicht verarbeiten kann.
Ein weiterer Grund, warum dieses Produkt für Kinder dringend abgeraten wird, ist der enthaltene Chitingehalt. Chitin ist ein schwer verdaulicher Ballaststoff, der selbst den Verdauungstrakt eines Erwachsenen belasten kann, geschweige denn den eines Kindes! Gelangt Chitin in den Magen eines Kindes, behindert es die Aufnahme anderer lebenswichtiger Nährstoffe und beeinträchtigt so die gesunde Entwicklung des Kindes.
Der dritte Grund, warum Kinder Pilze aus dem Wald meiden, ist deren besondere Beschaffenheit. Das Fleisch wirkt wie ein natürlicher Schwamm und absorbiert eine Vielzahl giftiger Substanzen. Am besten wachsen die Pilze unter ökologisch einwandfreien Bedingungen und nicht am Straßenrand. Es versteht sich von selbst, welchen Schaden ein solches vermeintlich gesundes Produkt dem Körper eines Kindes zufügen kann.
Kontraindikationen und Einschränkungen
Die wichtigste Einschränkung ist natürlich das Alter: Pilze sind für Kleinkinder nicht geeignet. Auch ältere Kinder mit Magen-Darm-Problemen sollten „Waldprotein“ nur nach Rücksprache mit einem Kinderarzt zu sich nehmen.
Auch Portionsgröße und Verzehrshäufigkeit spielen eine Rolle. Die Portionen eines Pilzgerichts sollten wirklich kindergerecht sein und höchstens einmal alle paar Wochen verzehrt werden.
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Kinder sollten nur Lebensmittel erhalten, deren Herkunft und Qualität den Eltern vertraut. Jeder Erwachsene sollte wissen, dass Pilze ein Risiko darstellen. Daher müssen alle Lebensmittel, die von Kindern verzehrt werden, gründlich gereinigt und durchgegart sein. Eingelegte, gesalzene und frittierte Pilze sind verboten.
Pilze unterscheiden sich natürlich in ihrem Nährstoffgehalt. Man sollte jene Sorten bevorzugen, die dem Körper eines Kindes mehr nützen als schaden. Dazu gehören vor allem Milchpilze, Steinpilze, Champignons, Morcheln, Austernpilze, Butterpilze, Espenpilze und Birkenröhrlinge.
Allerdings enthalten Täublinge und Pfifferlinge nur minimale Mengen an Nährstoffen, sodass ihr Verzehr durch Kinder überhaupt nicht notwendig ist.
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Pilze sind also zweifellos ein gesundes Lebensmittel, reich an Spurenelementen und Nährstoffen und dazu noch lecker. Was für Erwachsene gut ist, ist jedoch nicht immer auch für Kinder geeignet. Wenn man den Speiseplan eines Kindes mit neuen Gerichten und Zutaten abwechslungsreicher gestalten möchte, sollte man bedenken, dass Pilze nicht immer empfehlenswert sind. Aufgrund ihres hohen Protein- und Ballaststoffgehalts können sie Magenbeschwerden verursachen.
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