Der Steinpilz wird oft als Meister des Waldes bezeichnet, da er nicht nur hervorragend schmeckt, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen ist. Steinpilze lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten: gekocht, gebraten, geschmort, gebacken und für den Winter konserviert.
Wenn Ihr Korb mit diesen edlen Pilzen gefüllt ist, sollten Sie sich mit den Grundregeln für deren Verarbeitung und Zubereitung vertraut machen.
Merkmale der Art
Der Steinpilz (Boletus, Frauenhut) hat einen gewölbten Hut, der sich bei ausgewachsenen Exemplaren abflacht. Der Hutdurchmesser variiert zwischen 7 und 30 cm, es wurden aber auch Exemplare mit bis zu 50 cm Durchmesser beobachtet. Die Farbe der Hutoberfläche reicht von rötlich-braun bis weißlich, oft mit zitronengelben, orangen oder violetten Farbtönen.
Das könnte Sie auch interessieren:Das feste, weiße Fruchtfleisch bleibt beim Anschneiden meist unverändert. In seltenen Fällen kann die Schnittfläche eine blassrosa oder bläuliche Färbung annehmen. Der Fruchtkörper hat einen schwachen Geruch und einen milden Geschmack. Das Pilzaroma intensiviert sich beim Kochen und Trocknen deutlich.
Der Stiel des Steinpilzes erreicht eine Höhe von etwa 12 cm und einen Durchmesser von bis zu 7 cm. Junge Pilze haben einen keulenförmigen Stiel, der mit zunehmendem Alter zylindrisch wird und sich an der Basis verdickt. Die Oberfläche kann weiß, hellbraun oder rötlich sein, meistens ist der Stiel jedoch etwas heller als der Hut.
Steinpilze sind auch für ihre positiven Eigenschaften bekannt. Sie enthalten viel Riboflavin, das sich positiv auf das Wachstum und die Gesundheit von Haaren, Nägeln und Haut auswirkt. Sie bestehen aus leicht verdaulichen Proteinen und Polysacchariden und tragen zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
Wie man Steinpilze richtig zubereitet
Nach einer ruhigen Jagd sollten Sie die Fruchtkörper sofort verarbeiten, da sie nicht lange frisch gelagert werden können.
Allgemeine Regeln für das Kochen bis zum Fertigstellen
Der erste Schritt zur Zubereitung eines köstlichen Pilzgerichts ist das Entfernen von Waldresten. Dies gelingt am besten mit einem Messer und einer weichen Bürste. Die geschälten Pilze anschließend eine Stunde lang in Wasser einweichen. Dadurch werden nicht nur kleine Verunreinigungen, sondern auch eventuell vorhandene Insekten entfernt.

Beschädigte Stellen werden von den eingeweichten Steinpilzen entfernt, und die Haut sollte von den Stielen älterer Pilze abgeschält werden. Jeder Pilz wird in Stücke geschnitten (da er wurmstichig sein könnte) und nach Rezept gekocht.
Das Kochen der Pilze dauert im Durchschnitt etwa 40 Minuten, kann aber je nach Rezept länger dauern. Die Pilzstücke in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Eine Prise Salz hinzufügen und auf den Herd stellen. Sobald das Wasser kocht, den entstehenden Schaum abschöpfen und die Pilze bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sie weich sind.
Für die Zubereitung im Schongarer die geschnittenen Steinpilze in den Topf geben und mit Wasser bedecken. Falls die Pilzmischung mehr als die Hälfte des Topfes einnimmt, teilen Sie sie auf und garen Sie jede Portion separat. Stellen Sie das Gerät auf „Backen“ und garen Sie die Pilze 40 Minuten lang.
Frische Pilze dämpft man am besten im Dampfgarer, da getrocknete Pilze austrocknen und zäh werden können. Die geputzten, in Scheiben geschnittenen Steinpilze in eine perforierte Schüssel geben, salzen und den Dampfgarer mit einem Deckel verschließen. Den Timer auf 40 Minuten stellen. Bei größeren Pilzen die Garzeit um 10 Minuten verlängern.
Das könnte Sie auch interessieren:Vor dem Braten kochen
Um Pilze sicher verzehren zu können, sollten sie vorher gekocht werden. Kochen Sie sie mindestens 20 Minuten lang, bevor Sie sie braten.

Steinpilze werden mit Salzwasser bedeckt, und sobald das Wasser kocht, wird der entstehende Schaum abgeschöpft. Wenn die Pilze nach dem Kochen noch 20 Minuten gebraten werden, ist das Risiko einer Lebensmittelvergiftung durch dieses Gericht minimal.
Getrocknete Pilze
Vor der Zubereitung sollten getrocknete Steinpilze sorgfältig sortiert und verdorbene Exemplare aussortiert werden. Anschließend werden sie mehrere Stunden in kaltem Salzwasser eingeweicht.
Kochen Sie sie 30–40 Minuten lang im selben Wasser. Die Dauer des Vorgangs hängt von der Größe der getrockneten Pilze ab.
Zum Einfrieren und Kochen von Tiefkühlprodukten
Sollen die geernteten Pilze eingefroren werden, müssen sie vorher gekocht und eingefroren werden. Die Pilze putzen, in Stücke schneiden und in kochendes Wasser geben. Salz ist nicht nötig. Nach fünf Minuten das Wasser abgießen und die Pilzmischung in ein Sieb geben.
Gefrorene Champignons verlieren im Gegensatz zu getrockneten kein Wasser beim Einfrieren und können daher ohne Einweichen gekocht werden. Vor dem Kochen die gefrorenen Champignons auftauen und anschließend 15–20 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Am besten gibt man dem Wasser etwas Salz hinzu und gart die Champignons in einem Topf mit Deckel.
Gebratene Steinpilze
Unter Pilzsammlern ist Braten die gängigste Zubereitungsmethode für Wildpilze. In Sauerrahm gebratene Steinpilze sind zart und saftig. Folgende Zutaten werden verwendet:
- 600 g gekochte Steinpilze;
- 1 Zwiebel;
- 200 ml saure Sahne;
- Mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Das könnte Sie auch interessieren:Sonnenblumenöl in eine Pfanne geben und auf den Herd stellen. Die gekochten Champignons hinzufügen und bei mittlerer Hitze braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Die Zwiebel in halbe Ringe schneiden und mit den Champignons goldbraun braten. Saure Sahne in die Pfanne geben, Pfeffer und Salz hinzufügen und gut verrühren. Die Mischung zugedeckt bei schwacher Hitze weitere 10 Minuten braten.
Jeder weiß, dass Pilze und Kartoffeln ein schnelles und dennoch leckeres Gericht ergeben. Für die Zubereitung benötigen Sie folgende Zutaten:
- 400 g gefrorene Steinpilze (können gekocht werden);
- drei mittelgroße Kartoffeln;
- große Zwiebel;
- 3 EL Sonnenblumenöl;
- 40 g Butter;
- Pfeffer und Salz – nach Geschmack.

Die aufgetauten, gefrorenen Champignons werden gewaschen und in mittelgroße Stücke geschnitten. Die Steinpilze werden in einer Pfanne goldbraun angebraten, dann mit kochendem Wasser übergossen und etwa 45 Minuten köcheln gelassen. Die Kartoffeln werden geschält, in dünne Scheiben geschnitten, zur Pilzmischung gegeben und angebraten. Die Zwiebel fein hacken und ebenfalls in die Pfanne geben. Gut vermengen, salzen, Butter hinzufügen und köcheln lassen, bis alles gar ist.
Heutzutage besitzt fast jede Hausfrau einen großartigen Küchenhelfer – einen Schongarer. Damit lässt sich Hühnchen mit getrockneten Steinpilzen zubereiten. Hier sind die Zutaten:
- zwei Hähnchenbrüste;
- Birne;
- drei Esslöffel saure Sahne;
- 200 g getrockneter Steinpilz;
- zwei Gläser Buchweizen;
- drei Gläser Wasser;
- Lorbeerblatt;
- Kräuter und Salz nach Geschmack;

Hähnchenfilet, Zwiebel und Champignons klein schneiden. Hähnchen und Zwiebel in eine Schüssel geben, etwas Pflanzenöl hinzufügen und den Backofen auf „Backen“ stellen (40 Minuten). Nach 20 Minuten die Zutaten umrühren und die Champignons dazugeben. Die Mischung anbraten, bis sie gar ist. Nach dem Signalton saure Sahne, Kräuter, Buchweizen, Lorbeerblatt und Salz hinzufügen. Gründlich vermengen und die benötigte Wassermenge angießen. Den „Buchweizen“-Modus wählen und köcheln lassen, bis der Buchweizen gar ist.
Gebratene Champignons kann man nicht nur in der Pilzsaison, sondern auch im kalten Winter genießen. Dazu brät man die Steinpilze in Öl und füllt sie in Gläser ab. Man benötigt folgende Zutaten:
- 1 kg Steinpilze;
- 300 ml Pflanzenöl;
- 50 g Butter;
- drei Teelöffel Salz.

Frische Champignons werden geschält und gründlich gewaschen. Die getrockneten Champignons werden gehackt, gesalzen und in eine Pfanne gegeben. 150 g Pflanzenöl hinzufügen und die Champignons bei schwacher Hitze mit geschlossenem Deckel 1 Stunde braten. Anschließend den Deckel abnehmen und weiterbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
Die heiße Pilzmischung wird in sterilisierte Gläser gefüllt und mit einer kochenden Mischung aus Butter und Pflanzenöl übergossen. Die Ölschicht sollte mindestens 1 cm dick sein. Die Gläser werden mit Nylondeckeln verschlossen und nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt.
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Nach einer erfolgreichen, ruhigen Suche ist es Zeit, die Waldbeute zuzubereiten. Steinpilze sind für ihren hervorragenden Geschmack bekannt, daher ist die Zubereitung eines köstlichen Gerichts daraus recht einfach.















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Sergej
Ich habe etwas über gekochte Steinpilze gelesen, und sie sind nach 40 Minuten zerfallen. Lösch diesen Unsinn, du bist inkompetent.