Das einzigartige Klima der Krim hat eine vielfältige Flora und Fauna hervorgebracht. Die Pilzwelt ist unglaublich artenreich und faszinierend. Selbst erfahrene Pilzsammler finden hier garantiert etwas nach ihrem Geschmack. Hunderte von Pilzarten wachsen auf der Halbinsel, doch nicht alle Krimpilze sind essbar. Daher ist es wichtig, vor dem Sammeln die Fotos und Beschreibungen essbarer Arten sorgfältig zu studieren.
Wo und wann man in der Krim Pilze sammeln kann
Einheimische empfehlen, zum Pilzesammeln in die Berge zu fahren. Dort, in Höhenlagen von 300 bis 700 Metern, findet man ganze Pilzfamilien. Auch Ai-Petri Yayla bietet gute Fangmöglichkeiten. Flache Bergplateaus sind bei Pilzsammlern sehr beliebt.
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Entgegen der weitverbreiteten Annahme, dass die beste Zeit zum Pilzesammeln während oder nach starken Regenfällen sei, raten Experten dazu, etwas zu warten, bis sich das Wetter bessert, die Sonne herauskommt und den Boden gut erwärmt (drei bis vier Tage).
Das ist entscheidend, denn Krimpilze gedeihen in warmer Luft. Sie wachsen am besten bei Temperaturen zwischen 18 und 20 °C. Dann werden sie schneller und größer. Sobald der Schnee schmilzt, erwacht die Natur und mit ihr die erste Ernte. Man kann bis zum ersten Frost Pilze sammeln gehen. Besonders häufig findet man sie jedoch im Sommer.
In den Sommermonaten sind in den Wäldern und Steppen der Krim folgende Arten häufig anzutreffen:
- Safranmilchkapseln;
- Butterpilze;
- Honigpilze;
- Regenmäntel;
- Einzelläufe;
- Bergweiße;
- Eichenpilze;
- Hörner;
- Fliegenpilze;
- Regenschirme;
- Radieschen;
- Täubling;
- Champignons…
Im Sommer kann man hier sogar Birken- und Espenpilze sehen, allerdings nicht unter Birken oder Espen, sondern in Nadelwäldern und Buchenwäldern.
Herbstpilze im September und Oktober
Die meisten Pilze der Krim wachsen bis Oktober, einige sogar bis zum ersten Frost. Nur Zwerg-Ebereschenpilze und Herbst-Honigpilze wachsen in dieser Zeit. Im Oktober findet man im Wald noch Gemeine Butterpilze, Pfifferlinge bis zum ersten Frost, und im September kann man noch Milchlinge und Hornpilze sammeln.
Die Lebensräume von Sommer- und Herbstpilzen sind Wälder, meist Mischwälder, Bergebenen und Vorgebirge, aber sie kommen auch in Steppengebieten und sogar in der Nähe menschlicher Siedlungen vor.
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Die essbaren Pilze der Krim lassen sich grob nach ihrem Verbreitungsgebiet einteilen: Steppe, Wald und Gebirge.
Steppenarten mit Namen und Fotos
In der Steppenzone der Halbinsel beginnt die Erntesaison im Mai/Juni und dauert bis Ende Oktober, bis zum ersten Frost. Die beliebtesten Pilze sind Beutelmorcheln, Schuppenmorcheln und Boviste. Einige davon erscheinen bereits im Frühling, sobald der Schnee schmilzt, oder sogar schon im Januar.
Der Steppen-Austernpilz (auch Einfass- oder Königsausternpilz genannt) ist ein einseitiger Trichterpilz mit weit auseinanderstehenden weißen Lamellen. Er wächst in Steppen oder sogar Halbwüsten, an Orten ohne Bäume.

Auch Steppenchampignons wachsen hier – tellerförmige, gräulich-beige Fruchtkörper mit einem dicken, fleischigen Hut und einem breiten Stiel. Sie sind köstlich und gesund. Wissenschaftler haben in ihnen antibiotische Substanzen mit vielfältigen Wirkungen entdeckt. Feldchampignons bevorzugen ebenfalls offene Flächen. Man findet sie auf Wiesen, Lichtungen und an Wegrändern.
Champignons und andere Waldarten mit Fotos
Die Waldzone der Halbinsel ist artenreich und vielfältig. Jede Art hat ihren bevorzugten Lebensraum. Krim-Champignons sind die bekanntesten Pilzarten der Krim. Diese Art gedeiht im Boden von Misch- und Laubwäldern. Sie wachsen oft in der Nähe von oder direkt auf Ameisenhügeln.

Stäublinge – Mitglieder der Familie der Pilze – leben in Lärchenwäldern. Perl-, Birnen- und Riesenstäublinge wachsen hier.
Pfifferlinge, deren hellgelbe bis orange-gelbe Fruchtkörper eine Einheit bilden, gedeihen in Waldgebieten und -böden. Auf der Krim kommen zwei Arten vor: der Gemeine Pfifferling (dickfleischig, trichterförmig, gewellt, gelb-orange) und der Schwarze Pfifferling (röhrenförmig, trichterförmig, schwarzbraun, schwarz oder dunkelgrau).
Der Gemeine Butterpilz – eine röhrenförmige, essbare Frucht mit einem charakteristischen, glatten, flachen Hut – wächst auf hellen Wiesen, Lichtungen und Waldrändern. Er bevorzugt jedoch Kiefernwälder mit Birken oder Eichen sowie einzelne Bäume.
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Einheimische schätzen den Krim-Steinpilz sehr – einen fleischigen Pilz mit hellbraunem, halbgewölbtem Hut und dickem, weißlich-braunem Stiel. Die Färbung variiert je nach Standort und Alter. Der Riesen-Steinpilz (Leusopaxillus giant) wächst vom Frühsommer bis zum Spätherbst in Laub- und Nadelwäldern. Er wird oft mit dem harmlosen Rauchigen Knollenblätterpilz oder dem giftigen Gallpilz verwechselt. Daher ist äußerste Vorsicht geboten.

Milchlinge zählen ebenfalls zu den Wildpilzen. Pfeffer- und getrocknete Milchlinge findet man in Mischwäldern, während Eichenmilchlinge in Laubwäldern vorkommen.
Der Pfeffermilchling hat einen gewölbten, später trichterförmigen, hellbeigen Hut und schmale, häufige Lamellen.

Der Eichenmilchling ist orange-ziegelrot und rötlich gefärbt. Seine Lamellen sind gelb.
Orangerote und gelbrosafarbene Safran-Reizker sind im Wald ebenfalls häufig anzutreffen. Ihr bevorzugter Lebensraum ist der kühle Schatten der Bäume im Süden der Krim. In der Nähe von Rybachye kommen Safran-Reizker in großer Zahl vor.
Wälder mit Nadel- und Laubbäumen sind ein bevorzugter Lebensraum für die Graue Eberesche, auch bekannt als „Kleine Maus“. Ihr Hut ist hell- oder dunkelgrau, gewellt, gelappt oder an den Rändern rissig. Junge Exemplare haben einen runderen Hut. Der Stamm ist an der Basis verdickt und dicht. Die Kleinen Mäuse sind meist klein, können aber auch groß werden. Sie verstecken sich unter Laub, Kiefernnadeln, im Moos und im Sandboden.

Baumstümpfe, umgestürzte Bäume oder die Stämme lebender Bäume sind die bevorzugten Wachstumsplätze des Hallimaschs. Das Hauptmerkmal des Pilzes ist sein gewölbter Hut, der sich mit der Zeit abflacht und dunkelbraun, honigfarben oder olivgrün ist. Auch der Stiel hat die gleiche Farbe. Hut und Stiel sind mit Schuppen bedeckt.
Das Aussehen des Hornmooses (Gattung Romarium) ähnelt Korallen, da es aus dünnen Ästen besteht, aber auch einen deutlich ausgeprägten Stängel besitzt. Dieses einzigartige Korallenriff findet sich im Sommer in Laubwäldern. Seine hellbeige Farbe färbt sich unter Druck weinrot.
Berg- oder Steinpilze
Der wichtigste Pilz der Bergregion der Halbinsel ist der Steinpilz. Viele Wanderer steigen eigens wegen ihm zum Ai-Petri-Gebirge. Er wächst aber auch häufig auf den flachen Berggipfeln. Man findet ihn jedoch auch in Steppen und Wäldern, beispielsweise in Vorgebirgswäldern am Berg Demerdzhi. Er ist kaum mit anderen Pilzen zu verwechseln: Sein glatter, weißer oder kaffeebrauner Hut sitzt auf einem dicken, kurzen Stiel.
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Auf Bergplateaus wachsen auch Ebereschenpilze, die grau, hellbeige oder sogar blau sein können, und bei wärmerem Wetter findet man dort auch Bergchampignons. Die oben erwähnten Stäublinge kommen ebenfalls in Vorgebirgen und Bergregionen, einschließlich Vorgebirgswäldern, vor.
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Die Vielfalt ungenießbarer Pilzarten erstaunt selbst erfahrene Pilzsammler. Neben Fliegenpilzen gibt es auch einige, die sich geschickt als gesund und schmackhaft tarnen. Dazu gehören verschiedene Arten von Rjadowka-, Champignon- und Knollenblätterpilzen sowie Falsche Hallimasch und Grüne Knollenblätterpilze. Die häufigsten Arten sind:
- Der Grüne Knollenblätterpilz ist giftig. Er wird oft mit dem Champignon verwechselt. Sein charakteristisches Merkmal ist der weiße Ring am Stiel. Champignons haben zwar auch einen ähnlichen Ring, unterscheiden sich aber vom Grünen Knollenblätterpilz dadurch, dass sich die Lamellen seines Hutes mit zunehmendem Alter verdunkeln.

Todeshaube Dasselbe gilt für andere Pilze der Gattung Agaricus, die diesem giftigen Pilz ähneln, aber keine „Röcke“ aufweisen. Der Pilz selbst variiert in der Farbe von Grau bis Grün und hat einen halbkugelförmigen Hut, der mit zunehmender Reife rund wird. Er wird oft mit dem Grünen Täubling verwechselt. Der Ring am Stiel, die weißen Schuppen und die dichten Lamellen sind jedoch sichere Anzeichen für einen giftigen Pilz.
- Der Weiße Fliegenpilz ist ein giftiger Pilz. Er ist an der eiförmigen „Verzierung“ an der Basis seines Stiels zu erkennen.

Weiße Fliege - Der falsche Hallimasch ist ein weiterer lebensbedrohlicher Pilz. Er unterscheidet sich vom echten Hallimasch durch das Fehlen eines Rings am Stiel.
- Der Weiße Schleierling kann dem Polnischen Pilz ähneln. Ein eindeutiges Anzeichen für Giftigkeit ist ein pudriger Belag auf dem Hut.

Weißer Redner - Der giftige Purpurröhrling ist an seinem großen, unregelmäßig geformten Hut zu erkennen, der beim Drücken schwarze und dunkelblaue Flecken offenbart.
- Der Deckel dunkelt beim Drücken nach, ein typisches Merkmal von rosa Milchdeckeln. Der Deckel selbst ist recht ungewöhnlich. Er fühlt sich schleimig an, ist flach und hat eine kleine Vertiefung in der Mitte.

Rosa Volnuschka - Der falsche Pfifferling unterscheidet sich vom echten Pfifferling durch seinen dünneren, ziegelroten Stiel und seinen eher unangenehmen Geruch.
- Der Bitterling ist der beliebteste und zugleich gefährlichste Pilz der Krim. Wissenschaftler diskutieren über seine Unbedenklichkeit. Sein extrem bitterer Geschmack macht ihn jedoch ungenießbar. Aufgrund dieser Eigenschaften trägt er auch den Namen „Bitterling“.

Bitterling
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