Beschreibung und Namen der auf Birken wachsenden Pilze (+26 Fotos)

Pilze

Viele Wildpilze gedeihen in der Nähe von Birken oder auf ihnen. Das liegt daran, dass sie mit diesen Bäumen eine starke Mykorrhiza bilden und dort optimale Wachstumsbedingungen vorfinden. Birken dienen oft als Orientierungspunkt für die Pilzsuche, und Birkenhaine sind voller Pilze. Erfahrene Pilzsammler raten jedoch, Pilze genau im Auge zu behalten, da giftige Arten in der Nähe von Birken wachsen, die schwere Vergiftungen verursachen können.

Heilpilz Chaga

Die ungeschlechtliche Form des Zunderpilzes heißt Chaga. Er ist auch als Birkenschwarzer Pilz bekannt, da er auf Birkenstämmen wächst. Die Frucht ist grau mit einem bräunlichen Schimmer und weist keine klar abgegrenzten Teile auf. Diese Art gilt als parasitär, da sie als Spore in die Spalten des Stammes eindringt und diesen dann befällt.

Das Fruchtfleisch ist braun mit einem rötlichen Schimmer. Eine einzelne Frucht kann bis zu 3 kg wiegen. Sie wird ganzjährig geerntet, jedoch nur von gesunden, lebenden Bäumen. Anschließend wird die Frucht getrocknet, in Stücke geschnitten und in Gläsern aufbewahrt.

Der Pilz wird zwar nicht zum Kochen verwendet, findet aber in der Volksmedizin breite Anwendung. Er wird zur Behandlung von Krebs, zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Normalisierung der Magen-Darm-Funktion, zur Wiederherstellung der Funktion des zentralen Nervensystems, zur Stärkung des Immunsystems und zur Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen eingesetzt.

Dieses breite Wirkungsspektrum beruht auf der Vielzahl an wertvollen Substanzen, Mineralien und Vitaminen, die es enthält. Zur Anwendung werden Chaga-Früchte zu Abkochungen und Tinkturen verarbeitet.

Wichtig!
Trotz der positiven Eigenschaften von Chaga wird die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren, Schwangeren, Personen, die Antibiotika auf Penicillinbasis einnehmen, und Personen, die an Ruhr leiden, nicht empfohlen.

Essbare Pilze, die auf Birken wachsen

Neben dem Chaga wachsen viele Birkenpilze direkt am Stamm. Austernpilze und Hallimasch sind weithin bekannt und werden häufig in der Küche verwendet. Es gibt keine ungenießbaren oder giftigen Austernpilzarten, doch bei Hallimasch beispielsweise müssen Fotos und Beschreibungen sorgfältig studiert werden, um ihn von der falschen Sorte zu unterscheiden.

Austernpilz

Austernpilze verdanken ihren Namen den Fruchtkörpern, die an Birkenstämmen hängen. Sie sind nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund und werden daher von Hobbyköchen häufig in verschiedenen Gerichten verwendet. Es gibt viele Austernpilzarten, die bekanntesten sind jedoch der Gemeine Austernpilz, der Hornausternpilz, der Lungenausternpilz und der Orange Austernpilz.

Der Austernpilz, auch Austernseitling genannt, ist ein großer Pilz mit einem Hutdurchmesser von bis zu 30 cm. Er ist schalenförmig mit nach innen gerichteten Rändern und einer glatten Oberfläche. Später flacht er ab.

Die Farbe variiert von Dunkelgrau mit bräunlichem Schimmer bis zu Aschgrau mit einem leichten violetten Schimmer. Der Stiel ist kurz, gebogen und hell. Das Fruchtfleisch ist hell und weich und wird mit zunehmendem Alter fester. Austernpilze findet man vom Frühherbst bis zum Frühwinter.

Austernpilz
Austernpilz

Der hornförmige Austernpilz unterscheidet sich von der vorherigen Sorte durch seinen kleineren, trichterförmigen Hut. Seine Farbe ist fast immer hell mit einem gräulichen Schimmer. Das Fleisch ist weiß und fest, geruchlos und geschmacklos.

Hornförmiger Austernpilz
Hornförmiger Austernpilz

Der Austernseitling hat einen dünnen, zungenförmigen Hut mit rissigen Rändern, ist beigefarben und erreicht einen Durchmesser von 8–9 cm. Die Lamellen sind herabhängend. Das Fleisch ist stets dünn und fest. Der Stiel ist fast unsichtbar und leicht behaart.

Das charakteristische Merkmal des Orangen-Austernseitlings ist die leuchtend orange Farbe seines Fruchtkörpers. Der Hut sitzt seitlich am Baum und hat daher oft eine unregelmäßige Form mit gewellten Rändern. Seine Oberfläche ist behaart.

Diese Pilzart besitzt keinen Stiel und große, breite, orangefarbene Lamellen. Sie hat einen leicht fauligen Geschmack und Geruch. Aufgrund ihrer eher harten Konsistenz und ihres charakteristischen Geschmacks und Geruchs gilt der Pilz als ungenießbar. Trotzdem werden junge Früchte noch verzehrt.

Essbare Honigpilze

Honigpilze sind nicht weniger verbreitet. Sie werden häufig zum Kochen verwendet und sind wegen ihres Geschmacks sehr geschätzt. Je nach Erntezeitpunkt werden sie in Sommer-, Herbst- und Winterpilze unterteilt.

Sommer-Honigpilze haben einen dünnen Hut mit nach innen gewölbten Rändern, die sich mit zunehmendem Alter begradigen. Der Hut ist gelb mit einem bräunlichen Schimmer. Sein Durchmesser beträgt maximal 8 cm, und es können sich zentrische Wasserringe über die gesamte Hutoberfläche bilden. Diese Ringe verschwinden mit der Zeit.

Der Hut ist innen mit einem Lamellensystem bedeckt, das sich mit der Zeit verdunkelt. Der Stiel ist hoch, braun und dünn, mit einem Ring und Schuppen an der Unterseite. Sommer-Hallenzwiebeln findet man von Juli bis zum ersten Schnee.

Der Herbst-Honigpilz zeichnet sich durch seinen flachen Hut mit gewelltem Rand und grünbrauner Färbung aus. Sein Fleisch ist weich, fest und weiß. Der Stiel ist hoch, an der Basis verbreitert und mit Schuppen bedeckt. Herbst-Honigpilze findet man von Ende August bis in den Spätherbst.

Winter-Honigpilze sind unverwechselbar: Ihre Hüte sind glänzend, hellbraun mit einem rötlichen Schimmer und gewölbt. Das Fleisch ist dünn und fest, überwiegend weiß. Der Stiel ist zylindrisch, 8 cm hoch und hellbraun. Diese Pilzart findet man vom Einsetzen der kalten Jahreszeit bis zum frühen Frühling.

Pilze, die am häufigsten unter Birken wachsen

Pilze, die unter Birken gesammelt werden, sind im Allgemeinen sehr nahrhaft. Die beliebtesten Sorten gedeihen besonders gut in der Nähe von Birken.

Birkenröhrling

Geschmacklich ähnelt der Birkenröhrling dem Steinpilz. Diese Sorte ist in der Küche wegen ihres Aromas sehr beliebt. Im Gegensatz zum Steinpilz dunkelt ihr Fruchtfleisch beim Kochen nach. Der Birkenröhrling ähnelt dem Steinpilz nicht nur im Geschmack, sondern auch im Aussehen. Der Fruchtstand des Birkenröhrlings ist mittelgroß.

Der Hut ist halbkreisförmig und flacht mit der Zeit ab. Er ist anfangs hellbraun mit einem gelblichen Schimmer, der später braun wird. Die Hutoberfläche ist samtig und fühlt sich angenehm an; bei feuchtem Wetter bildet sich ein dünner Schleimfilm. Der Stiel ist tonnenförmig und mit wenigen grauen Schuppen bedeckt. Das Fleisch ist beige mit einem leichten Graustich, locker und duftet dezent nach Pilz. Der Birkenröhrling ist von Mitte Juni bis Ende September zu finden.

Weißer Milchpilz

Der weiße Milchdeckel, auch als echter Milchdeckel bekannt, wird seit langem zum Einlegen, Braten und Kochen verwendet. Der Deckel ist flach, verjüngt sich aber allmählich zu einem Trichter mit einer tiefen Vertiefung in der Mitte von etwa 25 cm Durchmesser.

Der Hut ist weiß und fühlt sich angenehm an, manchmal von einer klebrigen Haut überzogen. Seine Ränder sind nach innen eingerollt und leicht behaart. Der Stiel erreicht typischerweise eine Höhe von 10 cm, wobei der mittlere Teil etwas breiter ist als der Rest. Das weiße Fruchtfleisch sondert einen milchigen Saft ab, der sich an der Luft gelblich verfärbt.

Weißer Milchpilz
Weißer Milchpilz

Weißer Champignon

Ein anderer Name für diesen Pilz ist Steinpilz. Steinpilze sind bei Pilzsammlern sehr beliebt, werden wegen ihres Geschmacks geschätzt und gelten als Delikatesse. Sie werden zum Kochen verwendet und auch zu Hause angebaut. Der Fruchtkörper des Steinpilzes ist mittelgroß.

Der Hut ist gerundet und flacht mit zunehmendem Alter ab. Er ist anfangs hellbraun, nimmt aber mit der Reife des Pilzes einen bräunlichen Farbton an. Der Hut kann einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen, in günstigen Klimazonen sogar bis zu 50 cm.

Das Fleisch ist fest und saftig und behält auch nach dem Kochen seine weiße Farbe – daher der Name des Pilzes. Der Stiel ist kurz, etwa 12 cm lang, fassförmig und verjüngt sich an der Basis. Er ist typischerweise braun oder beige. Die Hauptsaison für die Pilzernte ist im Hochsommer und dauert bis Oktober.

Russula viridans

Der Grüne Täubling gehört zur Familie der Täublingsgewächse (Russulaceae). Die Hauptsaison für die Ernte dieser Sorte ist Anfang Juli und dauert bis Mitte Herbst. Der Fruchtkörper ist klein. Der Stiel ist zylindrisch und weiß mit gelegentlichen braunen Flecken. Der Hut ist halbrund und grünlich, was dem Pilz seinen Namen gibt.

Mit der Zeit bildet sich in der Mitte des Hutes eine kleine Vertiefung. Die Hutoberfläche ist mit einer klebrigen, leicht ablösbaren Membran bedeckt. Die Hutinnenseite ist dicht lamellar bewachsen. Das Fruchtfleisch ist beige und leicht bitter.

Russula viridans
Russula viridans

Russula viridis wird zum Kochen verwendet und um den bitteren Geschmack zu entfernen, wird sie vorher in Wasser eingeweicht.

Weiße Volnuschka

Weiße Milchlinge gehören zur Gattung Lactarius und zeichnen sich durch ihren milchigen Saft aus, der leicht bitter schmeckt. Um die Bitterkeit zu mildern, werden die Pilze vor dem Kochen eingeweicht. Milchlinge werden häufig in der Küche verwendet, vor allem zum Einlegen und Marinieren.

Weiße Volnuschka
Weiße Volnuschka

Ein weiteres charakteristisches Merkmal dieser Sorte ist die dichte Behaarung des Hutes mit hellen Haaren, insbesondere an den Rändern. Der Hut ist bei jungen Exemplaren flach, bei älteren hingegen trichterförmig. Der Fruchtkörper ist weiß. Der Stiel ist kurz, 4–8 cm lang. Mit zunehmendem Alter kann er wabenförmig werden. Die Fruchtzeit der Volnushki ist kurz und dauert von Anfang August bis Ende September.

Ungenießbare Pilzarten in Birkenhainen

Neben essbaren Arten sind auch giftige Pilzarten häufige Bewohner von Birkenhainen.

Russula brittle

Der Spröde Täubling ist ein auffälliger Vertreter der Familie der Täublingsgewächse (Russulaceae) und kommt häufig in Wäldern vor. Während russische Experten diesen Pilz als bedingt essbar einstufen, gilt er in der westlichen Literatur aufgrund seines stechenden Geruchs und Geschmacks als ungenießbarer Waldpilz.

Der Hut dieser Sorte ist auffällig, von leuchtend violetter Farbe. Er ist zudem gewölbt. Die Hutunterseite weist spärlich angeordnete Lamellen auf, die mit dem Stielansatz verwachsen sind. Der Stiel selbst ist lang, weiß und brüchig. Sein unterer Teil ist verbreitert. Diese Sorte ist vom Spätsommer bis Ende Oktober anzutreffen.

Dünnes Schwein

Ein auffälliger Vertreter der Familie der Schweinsköpfe, der von Juni bis Mitte Herbst vorkommt. Dieser Pilz hat einen kleinen Hut, der bis zu 12 cm Durchmesser erreichen kann. Er ist trichterförmig mit einer zentralen Grube und nach innen gebogenen Rändern. Der Hut ist olivbraun. Die Hutoberfläche ist bei jungen Pilzen rau, bei reifen hingegen glatt.

Dünnes Schwein
Dünnes Schwein

Das Fleisch ist weich und fest, hellgelb mit einem bräunlichen Schimmer. Nach dem Anschneiden dunkelt es sofort nach. Der Stiel ist lang, durchschnittlich 10 cm hoch, und schmutziggelb. Nach Regen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich auf der Oberfläche des Pilzes ein glitschiger Belag.

Todeshaube

Der Grüne Knollenblätterpilz ist ein bekannter giftiger Waldpilz. Zu seinen charakteristischen Merkmalen gehören der hellgelbe Hut und eine eiförmige Verdickung an der Stielunterseite. Der junge Pilz keimt als beigefarbenes, mit einer Haut überzogenes Hühnerei. Der ausgewachsene Pilz hat einen gewölbten Hut mit glatter Oberfläche und ist grün bis helloliv. Mit der Zeit verfärbt er sich gräulich.

Todeshaube
Todeshaube

Das Fleisch ist weiß, geruchlos und geschmacklos. Der Stiel ist etwa 15 cm hoch und hat die gleiche Farbe wie der Hut, manchmal mit einem Moiré-Muster. Die Hutunterseite ist lamellenartig behaart. Am Stielende befindet sich ein breiter, gefranster Ring, der mit zunehmendem Alter verschwindet. Diese Pilzart wird oft mit Täublingen oder Champignons verwechselt. Die Hauptsaison für die Pilzernte ist im Hochsommer und dauert bis Mitte Herbst.

Satanischer Pilz

Der Steinpilz (Boletus) gehört zur Gattung der Steinpilze (Boletus) und zur Familie der Steinpilzgewächse (Boletaceae). Der Fruchtkörper ist groß. Der Hut erreicht einen Durchmesser von bis zu 25 cm und ist halbkreisförmig mit nach innen gebogenen Rändern. Er ist typischerweise cremeweiß mit einem gräulichen Schimmer, kann aber auch grünlich sein. Das Hutfleisch ist weiß mit einem gelblichen Schimmer, verfärbt sich nach dem Anschneiden sofort blau und später rot. Das Stielfleisch hat einen unangenehmen Geruch.

Satanischer Pilz
Satanischer Pilz

Das Röhrensystem ist dicht, mit gelben, grünlich schimmernden Röhren. Bei Druck verfärben sie sich sofort blau. Der Stiel ist kurz und tonnenförmig. Der obere Teil ist rot mit einem gelblichen Schimmer, der mittlere orange und der untere gelb mit einem bräunlichen Schimmer. Der Stiel weist zudem ein netzartiges Muster aus großen, ovalen Zellen auf. Der Satanische Pilz wächst von Juni bis Oktober.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wird Chaga gegessen?
Chaga wird aufgrund seiner groben Konsistenz nicht zum Kochen verwendet. Er ist jedoch wegen seiner medizinischen Eigenschaften sehr geschätzt. In der Volksmedizin werden daraus Aufgüsse und Extrakte hergestellt.
Wie pflückt man Austernpilze von Bäumen?
Um Austernpilze richtig vom Baum zu pflücken, fassen Sie den Stiel an und drehen Sie den Pilz vorsichtig in kreisenden Bewegungen. Achten Sie darauf, nur den Stiel anzufassen, da die Hüte sehr zerbrechlich sind. Austernpilze wachsen meist in Gruppen, daher sollten sie gruppenweise gepflückt und nach der Ernte getrennt werden.
Für welche Gerichte eignet sich Birkenröhrling am besten?
Am häufigsten wird der Birkenröhrling mit Kartoffeln gebraten, zu Suppe verarbeitet, mariniert, zur Herstellung von Pilz-Solyanka verwendet und auch zur Zubereitung eines Auflaufs genutzt.

Viele essbare Pilzarten wachsen in der Nähe von Birken und sind spezifisch in Birkenwäldern zu finden. Allerdings lässt sich die Essbarkeit von Pilzen nicht allein anhand ihres Standorts bestimmen, da auch giftige und ungenießbare Arten unter Birken vorkommen. Daher sind Vorsicht und Aufmerksamkeit bei der Pilzsuche in der Natur unerlässlich.

Pilz
Kommentare zum Artikel: 2
  1. Valeri Mishnov

    Das Foto an der Birke zeigt keinen Chaga, sondern eine Maserknolle (eine warzenartige Wucherung). Ich habe Chaga auch schon an Espen, Weiden, Ebereschen und sogar Fichten gefunden. Zunderschwamm wächst auf jedem toten Holz. Austernpilze wachsen ebenfalls auf krankem oder totem Holz. Hallimasch kann jeden lebenden Baum befallen und ist daher eine Gefahr für den Garten. Laut Volksglauben hat Chaga nur dann eine heilende Wirkung, wenn er auf Birken wächst.

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  2. Großvater

    Warum ist der Täubling plötzlich ungenießbar geworden, wo wir ihn doch unser ganzes Leben lang gegessen haben? Und die Birke hat keinen Chaga, sondern Klette.

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