Die meisten Pilzliebhaber kennen Champignons nur aus dem Supermarkt. Erfahrene Pilzsammler wissen jedoch, dass diese Delikatesse vielerorts wild wächst und dadurch ein noch intensiveres Aroma entwickelt. Vor einer stillen Pilzsuche sollte sich ein Anfänger anhand von Fotos und detaillierten Beschreibungen des Champignons vertraut machen, da es manchmal schwierig sein kann, essbare von giftigen Pilzen zu unterscheiden.
Charakteristische Merkmale der Sorte
Der Champignon gehört zur Familie der Champignongewächse (Agaricaceae). Die Frucht ist auch als Pecheritsa bekannt.
Aussehen, Beschreibung und Foto
Heutzutage kennt fast jeder einen Champignon – er ist der am häufigsten im Handel erhältliche Speisepilz. Doch die wilde Champignonart zu erkennen, ist gar nicht so einfach.
Je nach Art kann die Oberfläche des Pilzes bräunlich oder weiß sein. Junge Exemplare bilden kleine, glatte, halbkugelförmige Hüte.
Das könnte Sie auch interessieren:Junge Champignons wachsen, ihre Hüte richten sich auf und können flach am Boden liegen. Oft ist in der Mitte des Hutes ein kleiner, gewölbter Höcker zu sehen. Die Haut ist glatt, samtig und trocken und häufig mit kleinen Schuppen bedeckt. Alle Sorten sind kompakt. So beträgt der Hutdurchmesser eines echten Champignons beispielsweise 8 bis 15 cm.
Ein charakteristisches Merkmal dieser Art ist der breite, cremefarbene oder weiße Ring am Stiel. Der Stiel des Champignons ist zylindrisch, glatt und verjüngt sich nach unten. Sein Durchmesser beträgt 1–2 cm, und seine Farbe entspricht der des Hutes oder ist etwas heller.
Das weiße Fruchtfleisch nimmt beim Aufbrechen mit der Zeit eine rötliche Färbung an. Es ist fest und duftet angenehm. Achten Sie besonders auf die Farbe des Fruchtfleisches, da essbare Sorten unterschiedliche Farben haben können.
Die Lamellen junger Pilze sind weiß, nehmen aber mit zunehmendem Alter zunächst einen rosafarbenen, dann einen hellbraunen Farbton an. Die Lamellen sind spärlich, dünn und nicht sehr lang.
Verbreitungsgebiet von Champignons
Dieser Pilz ist in den Steppen- und Waldsteppenzonen Eurasiens am weitesten verbreitet. Die größte Artenvielfalt findet sich in offenen Gebieten, Wiesen und Prärien Afrikas und Australiens. In Russland sollte man ihn auf feuchten, nährstoffreichen Böden mit viel natürlichem Dünger und Kompost suchen.
In der Region Wolgograd gibt es viele Pilze. Die folgenden Gebiete sind besonders pilzreich:
- Olkhovsky;
- Rudnyansky;
- Schirnowski;
- Novoaninsky.
Sie können bereits Ende Juni gesammelt werden. Man findet sie in der Nähe von Fichten, in Eichenhainen, auf Weiden und Wiesen.
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Dieser Pilz kann bedenkenlos auch roh verzehrt werden. Er ist der in Russland am häufigsten vorkommende Pilz. Köche haben zahlreiche Zubereitungsarten entwickelt. Außerdem ist er für Schwangere und Kinder unbedenklich.

Es ist bei Vegetariern und Menschen, die abnehmen möchten, sehr beliebt. Das Fruchtfleisch ist sehr kalorienarm, enthält aber dennoch viele Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe.
Arten und ihre Beschreibungen mit Fotos
Champignons wachsen in Wäldern, auf Feldern und Wiesen. Dementsprechend unterscheiden Experten verschiedene Pilzarten, von denen jede ihre eigenen charakteristischen Merkmale aufweist.
Wald
Der Wilde Champignon ist auch unter dem Namen Blaguska (Blagushka) bekannt. Sein Hut erreicht einen Durchmesser von 5–10 cm. Er ist bräunlich-rosa und mit großen, braunen Schuppen bedeckt, die ihm einen violetten oder lilafarbenen Schimmer verleihen. Drückt man auf das Fleisch, verfärbt es sich zunächst rot und dann braun. Es hat einen angenehmen, pilzartigen Geschmack und Duft. An der Schnittstelle färbt sich das helle Fleisch rot.
Der Stiel ist 5–10 cm lang und etwa 1,5 cm dick. Die Frucht bildet einen zylindrischen Stiel, der sich oft krümmt. Junge Exemplare haben einen massiven Stiel, während dieser bei reiferen Exemplaren hohl wird. Der Stiel ist weißlich und mit kleinen Schuppen bedeckt. Der herabhängende Ring befindet sich nahe am Hut.
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Wiesenchampignons werden oft auch „Pecheritsa“ oder „Gemeine Champignons“ genannt. Ihr Hut erreicht einen Durchmesser von bis zu 15 cm. Junge Pilze bilden zunächst einen kugelförmigen, später einen halbkugelförmigen Hut. Im reifen Zustand ist der Hut ausgebreitet und fühlt sich seidig an. Der trockene Hut älterer Pilze ist mit kleinen Schuppen bedeckt und nimmt in der Mitte eine bräunliche Färbung an.
Der Stiel ist 3–10 cm lang. Er ist zylindrisch, fest und hat die gleiche Farbe wie der Hut. Seine Basis ist oft bräunlich. Nahe der Stielmitte befindet sich ein dünner Ring, der bei reifen Fruchtkörpern häufig verschwindet. Das Fruchtfleisch ist weiß und an der Schnittstelle rosa.
Feld
Der Champignon zeichnet sich durch seinen seidig-weißen Hut aus, der einen Durchmesser von 5 bis 15 cm erreicht. Der Hut bleibt lange Zeit geschlossen und halbkugelförmig. Reife Früchte haben einen niederliegenden Hut, der mit zunehmendem Alter herabhängt. Der kräftige Stiel ist recht dick und weiß. Er bildet einen zweischichtigen Ring, dessen unterer Teil radial eingerissen ist.
Die gebogenen Lamellen sind im jungen Zustand schmutzigweiß, werden aber mit zunehmender Reife des Pilzes braun und lockern sich. Das weiße Fleisch verfärbt sich beim Aufbrechen gelb und riecht nach Anis.
Regeln und Treffpunkte
Es ist besser, den Pilz aus der Erde zu drehen, anstatt ihn abzuschneiden. Der Schnitt kann Fäulnis verursachen, die das gesamte Myzel zerstören könnte.
Wiesenchampignons findet man auf offenen Flächen mit humusreichem Boden. Nach Regenfällen wachsen sie in der Nähe von Bauernhöfen, auf Wiesen, Weiden, in Gärten, Parks und Gemüsebeeten. Manchmal findet man sie auch an Waldrändern, wo sie meist in Gruppen wachsen. Die Fruchtkörper bilden mitunter sternförmige Strukturen. Ackerchampignons wachsen in Bergregionen, in der Nähe von Fichten und Brennnesseldickichten. Waldchampignons bilden häufig Mykorrhiza mit Fichten. Man findet sie auch in der Nähe von Ameisenhügeln.
Unterschied zu anderen Arten
Unerfahrenen Pilzsammlern wird empfohlen, in Begleitung eines erfahreneren Begleiters leise auf Pilzsuche zu gehen, da es viele gefährliche Doppelgänger gibt, die Champignons sehr ähnlich sehen.
Falsche, ungenießbare Champignons
Ungenießbare Arten findet man am häufigsten in Wäldern, aber auch in Gärten, Parks und auf Wiesen. Äußerlich ähneln sie Champignons, weisen aber charakteristische Merkmale auf. Beim Drücken verfärben sie sich sofort gelb, und die Schnittstelle am Fruchtansatz nimmt eine leuchtend gelbe Farbe an, die sich allmählich orange oder braun verfärbt. Essbare Champignons duften angenehm nach Anis, während die ungenießbaren einen „pharmazeutischen“ Geruch nach Jod oder Karbolsäure verströmen.
Folgende Arten stellen eine große Gefahr für die menschliche Gesundheit dar:
- rötlich (A. xanthoderma);
- gelbhäutig (A. xanthodermus);
- flachköpfig (A. placomyces).
Am genauesten lässt sich die Unverträglichkeit von Pilzen durch Hitzebehandlung feststellen. Gibt man sie in kochendes Wasser, färben sie sich zusammen mit dem Wasser für einige Sekunden leuchtend gelb. Dabei verstärkt sich kurzzeitig der unangenehme medizinische Geruch. Diese Fruchtkörper sollten nicht verzehrt werden, da die giftigen Substanzen durch Kochen nicht zerstört werden.
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Neben seinen nahen Verwandten kann dieser Pilz mit anderen ähnlichen Pilzen verwechselt werden. Junge essbare Früchte ähneln sehr dem Grünen Knollenblätterpilz und hellen Fliegenpilzarten.

Diese giftigen Pilze mit weißen Lamellen wachsen in Nadel- und Mischwäldern und können daher leicht mit dem Stockausschlagpilz verwechselt werden. Ihr Aussehen ist nahezu identisch mit dem des giftigen Pilzes: Der Hut ist beschuppt, die Hutform ist gleich, die Lamellen sind weiß und der Stiel weist einen Ring auf.

Bekanntlich verfärben sich die Lamellen von Champignons mit dem Alter, während die von Giftpilzen und Fliegenpilzen schneeweiß bleiben. Die giftige Frucht verfärbt sich beim Drücken nicht gelb, und ihr Stiel wächst stets aus einer Volva, die nicht immer gut sichtbar ist.
Nutzen und Risiken von Champignons
Sofern die Früchte unter guten Bedingungen angebaut wurden und keine Umweltgifte aufgenommen haben, können sie auch von schwangeren und stillenden Müttern verzehrt werden.
Der Pilz enthält viele für den Menschen nützliche Substanzen:
- Mineralien: Mangan, Magnesium, Kalzium, Zink, Natrium, Eisen.
- Vitamine B, E, C, PP, D.
- Sie enthalten leicht verdauliches Eiweiß. Die Kombination aus Mineralien und Eiweiß beschleunigt den Stoffwechsel, weshalb dieses Produkt häufig in verschiedenen Diätgerichten verwendet wird.
Das Produkt wird auch roh, in Vorspeisen und Salaten verzehrt. Durch das Kochen gehen zwar einige Nährstoffe verloren, aber sein hervorragender Geschmack kommt zum Vorschein.
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Rezepte und Kochanleitungen
Der Champignon ist ein so verbreiteter Pilz, dass er in vielen Rezepten vorkommt. Schauen wir uns die vielseitigsten an.
Verarbeitung
Nach dem Sammeln oder Kaufen sollten die Pilze vor dem Kochen verarbeitet werden. Dazu geht man wie folgt vor:
- Unter fließendem Wasser abspülen;
- Mit einem feuchten Tuch abwischen;
- Die oberste Hautschicht der Kappe entfernen;
- Wenn der Schnitt am Stiel alt ist, sollte er erneuert werden;
- Röcke und dunkle Teller werden entfernt;
- Die beschädigten Bereiche sind abgeschnitten.

Das Abziehen der Hüte ist nicht notwendig. Dieser Vorgang wird nur bei größeren Pilzen durchgeführt, da deren Haut zäh wird. Lässt sich die Haut leicht mit den Fingern entfernen, ist es am besten, die oberste Schicht abzulösen.
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Gekaufte Champignons sollten nur fünf Minuten gekocht werden, Wildpilze hingegen zehn Minuten. Im Schongarer können sie ohne Wasserzugabe im Schmorprogramm 40 Minuten lang gegart werden. Gefrorene Champignons sollten aufgetaut und anschließend zehn Minuten gekocht werden.

Für einen Salat kochen Sie die Früchte 5 Minuten lang mit Salz, schwarzem Pfeffer, Lorbeerblatt und Zitronensäure. Wenn Sie die Früchte für eine Suppe verwenden, kochen Sie sie in leicht gesalzenem Wasser für die gleiche Zeit.
Wie man Champignons frittiert
Die Fruchtkörper müssen zum Frittieren nicht vorgekocht werden. Gehen Sie zum richtigen Frittieren wie folgt vor:
- Die Bratpfanne bei mittlerer Hitze gut erhitzen;
- Etwas Pflanzenöl oder Butter dazugeben;
- Die gehackten Champignons portionsweise in einen Behälter geben und unter regelmäßigem Rühren braten;
- Zum Schluss des Bratens mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Bratzeit sollte 7 Minuten nicht überschreiten. Die Pilzmischung kann als eigenständige Vorspeise serviert oder in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
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