Jeder Pilz ist einzigartig. Geschmack, Aroma und Farbe – all diese Eigenschaften machen ihn unvergleichlich. Und richtig zubereitet, kann er ein wahrhaft exquisites Gericht ergeben. Allerdings wissen nicht alle, dass man manche Pilze auch roh essen kann. Der Verzehr ist jedoch nur dann unbedenklich, wenn bestimmte Regeln beachtet werden.
Pilzarten, die roh verzehrt werden können
Nicht alle rohen Pilze sind zum Verzehr geeignet. Wenn von rohen Pilzen die Rede ist, denken manche aufgrund ihres Namens wahrscheinlich sofort an den Täubling (Russula), und das wäre falsch.
Aber insbesondere die Pilze aus der folgenden Liste können roh verzehrt werden:
- Austernpilz;
- Champignon;
- Trüffel;
- Reizker;
- Seidenpflanze (Euphorbia);
- Pfifferling;
- Steinpilz.
Jede dieser „Pilzarten“ verdient gesonderte Aufmerksamkeit und eine detailliertere Betrachtung.
Austernpilze
Austernpilze sind eine Pilzart, die auf Bäumen wächst. Sie sind gräulich, obwohl auch braune und aschviolette Farbtöne häufig vorkommen.
Nur der Hut kann roh verzehrt werden, da die Stiele sehr hart sind. Der Pilz hat einen ausgeprägten Geschmack und ein Aroma, das an Hallimasch erinnert.
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Champignons sind wohl jedem bekannt. Sie sind eine köstliche Delikatesse, die man mit Brot oder einfach mit Gewürzen wie Salz, rotem und schwarzem Pfeffer usw. genießen kann.
Rohe Champignons haben einen süßen Geschmack und ein unverwechselbares Aroma, das sich schwer beschreiben lässt. Diese Eigenschaften verleihen Gerichten, in denen sie verwendet werden, eine pikante und zugleich raffinierte Note.
Trüffel
Trüffel Ein wahrhaft ungewöhnlicher und einzigartiger Pilz. Doch nicht jeder kann sich eine solch kostbare Delikatesse leisten. Äußerlich ähnelt er entfernt einer Kartoffelknolle, nur ist die Form der Trüffel nicht ganz so perfekt glatt.
Das Fruchtfleisch ist recht fest, aber saftig, mit einer lockeren Füllung. Es kann weißlich oder gelblich sein. Die Trüffel schmeckt nussig. Sie ist leicht süßlich und hat ein sehr angenehmes Aroma, das entfernt an Algen erinnert. Daher ist diese exotische Frucht nicht jedermanns Sache.
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Der Name dieser Pilze spricht für sich. Sie haben eine leuchtend orange oder ockergelbe Farbe. Safran-Reizker sollten am besten direkt nach dem Pflücken verzehrt werden. Es empfiehlt sich, sie vorher gut zu salzen.
Safran-Reizker haben ein fleischiges, saftiges Aussehen. Ihr Saft duftet und schmeckt süßlich, und sie sind rötlich. Man sollte sie jedoch nicht in großen Mengen verzehren – sie sind weniger unbedenklich als beispielsweise Champignons.
Wolfsmilch
Die Wolfsmilch (auch Seidenpflanze genannt) ist ein Pilz, der häufig in der Nähe von Straßen und Wegen vorkommt. Sie wächst typischerweise in Gebieten, die mit Baumlaub bedeckt sind. Die Wolfsmilch hat eine orange Farbe und einen charakteristischen, an Hering erinnernden Duft.
Hinweis: Seidenpflanzen sind aufgrund ihres charakteristischen Geschmacks möglicherweise nicht jedermanns Sache. Dieser Geschmack verändert sich jedoch nach dem Durchgaren. Wenn Sie es roh essen möchten, empfiehlt es sich, es unmittelbar vor dem Servieren mit Salz oder anderen Gewürzen zu bestreuen.
Pfifferlinge
Pfifferlinge sind nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund. Sie besitzen antiparasitäre Eigenschaften und können zur Behandlung von Wurminfektionen eingesetzt werden.
Diese Pilze haben ein recht festes, fleischiges Fruchtfleisch, das in der Mitte hell und an den Rändern leuchtend orange ist. Interessanterweise färbt sich das Innere des Pilzes rot, wenn man darauf drückt.
Der Duft von Pfifferlingen ist sehr schwer zu beschreiben. Er ähnelt vage dem Aroma von Trockenfrüchten oder frischen Pflanzenwurzeln.
Weißer Champignon
Diese Pilzart hat einen rötlich-braunen oder ganz weißen Hut. Diese Gaben der Natur werden auch als Steinpilze bezeichnet.
Der Stiel dieses Pilzes ist recht dicht, ja sogar massiv. Wie viele Liebhaber der „stillen Pilzsuche“ bemerken, verdient dieser besondere Vertreter des Pilzreichs höchstes Lob für seinen einzigartigen (im positiven Sinne) Geschmack und sein Aroma.
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Rohe Champignons eignen sich hervorragend zur Zubereitung köstlicher und vor allem gesunder Gerichte. Vorher ist jedoch eine gewisse Vorbereitung wichtig.
Verarbeitungsfunktionen
Als Erstes müssen Sie die gesammelten Pilze reinigen. Das ist auch dann nötig, wenn Sie sie gerade erst im Supermarkt gekauft haben. Sie können alles Mögliche enthalten, von kleinen Blättern über schwarze Schmutzflecken bis hin zu Schädlingen. Nehmen Sie sich daher die Zeit, jeden Pilz sorgfältig zu untersuchen.
Spülen Sie das Gemüse anschließend unter fließendem Wasser ab oder spülen Sie es mehrmals. Legen Sie es dann auf ein sauberes Tuch oder in ein Sieb, um es abtropfen und etwas antrocknen zu lassen. Sobald alles sauber ist, können Sie mit dem Kochen beginnen.
Rezepte
Nachfolgend finden Sie einige Rezepte für Gerichte auf Basis roher Pilze, die man mindestens einmal täglich essen kann.
Champignonsalat „Improvisation“
Für dieses Gericht Tomaten, Gurken, Avocado und Birne in Scheiben schneiden. Die Salatblätter fein hacken oder einfach mit den Händen zerzupfen. Champignons können in Scheiben oder Würfel geschnitten werden. Walnüsse hinzufügen und den Salat mit Sauerrahm, Mayonnaise und einer Mischung aus Zitronen- und Grapefruitsaft anrichten.

Deshalb sollten Sie sich einen Salat wie diesen besorgen.
Salat mit Pilzen und Chinakohl
Das Rezept basiert auf Champignons, aber wer experimentierfreudig ist, kann auch andere Pilzsorten verwenden. In unserem Fall sah der Salat folgendermaßen aus:

Für die Zubereitung 200 g Chinakohl fein hobeln und die gleiche Menge Champignons in Scheiben schneiden. Eine weiße Zwiebel, zwei Frühlingszwiebeln und zwei Knoblauchzehen fein hacken. Gehackte Petersilie hinzufügen. Alle Zutaten vermengen und mit einer Sauce aus folgenden Zutaten anrichten:
- 45 ml Sojasauce;
- 30 ml Olivenöl;
- 400 ml Zitronensaft.
Mit Gewürzen abschmecken, dann ist das Gericht fertig.
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Dieses Gericht sieht wunderschön aus und, was am wichtigsten ist, schmeckt köstlich. Es ist außerdem einfach zuzubereiten, da man nur wenige Zutaten benötigt.

200 g Champignons in Scheiben, dicke Streifen oder große Würfel schneiden. 2 mittelgroße Tomaten in Scheiben schneiden. Ein halbes Bund frische Petersilie fein hacken. Alle Zutaten wie abgebildet auf einem Teller vermengen. Das fertige Gericht mit Sesam bestreuen und servieren.
Hinweis: Diese Gerichte sind sehr einfach und schnell zubereitet. Die obigen Rezepte basieren auf Champignons, aber Sie können diese problemlos durch andere Pilze ersetzen, die roh unbedenklich verzehrt werden können. Scheuen Sie sich nicht, zu experimentieren, wenn Sie sich der Qualität und Unbedenklichkeit der verwendeten Pilze absolut sicher sind.
Risiken und mögliche Folgen einer „Rohpilzdiät“
Rohe Pilze können aus drei Gründen gefährlich sein:
- Rohe Pilze können leicht zu Vergiftungen führen. Dies gilt nicht nur für Giftpilze, sondern auch für essbare Pilze, die in ökologisch ungünstigen Gebieten und an Autobahnen gesammelt werden.
- Viele Pilze sind schwer verdaulich. Da sie Chitin und Eiweiß enthalten, verursachen sie häufig Magen-Darm-Beschwerden. Sie können auch Allergien auslösen.

Merkmale des Pilzverzehrs - Außerdem kann man beim Sammeln von Pilzen leicht Fehler machen. Selbst erfahrene Pilzsammler sind nicht vor fatalen Fehlern gefeit. Es gab Fälle, in denen Familien nach dem Verzehr von Pilzgerichten ins Krankenhaus eingeliefert wurden oder sogar starben. Daher sollten Anfänger beim Pilzesammeln äußerst vorsichtig sein. Bestehen Zweifel an der Unbedenklichkeit der Pilze, sollten sie besser nicht gesammelt oder nicht roh verzehrt werden. Beratung!Experten empfehlen, alle im Wald gesammelten Früchte einer Wärmebehandlung zu unterziehen.
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Pilzgerichte sind wahrlich köstlich und gesund. Man sollte jedoch seine Grenzen beim Essen kennen, da übermäßiger Konsum jeglicher Produkte eher schädlich als nützlich sein kann.

























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Wann und wo kann man 2021 in der Region Moskau mit dem Sammeln von Hallimasch beginnen?
Evgeny
Rohe Espenpilze schmecken hervorragend. Milchlinge (allerdings nicht alle Sorten) können ebenfalls roh verzehrt werden; sie sind scharf, ähnlich wie Pfeffer.
Sehiru San
Gab es Fotos von den Pfifferlingen?
Gribovenov
Ich würde definitiv niemandem empfehlen, rohe Pfifferlinge zu essen. Sie müssen unbedingt durchgegart sein. Ich habe von Fällen leichter Vergiftungen (Durchfall, Erbrechen) nach dem Verzehr von nicht durchgegarten Pfifferlingen gehört. Der wichtigste Pilz dieser Kategorie, der Bunte Schirmling, wurde hier jedoch nicht erwähnt, obwohl seine Rohverzehrbarkeit bekannt ist. Wenn ich Schirmlinge finde, esse ich immer einen mit Brot und Salz (wie ein Sandwich). Köstlich!
Reiter
Du redest Unsinn, mit solchen Beiträgen bringst du noch Leute um. Es gibt nur drei essbare Pilzarten: den Steinpilz, den Kiefernpilz und den Champignon. Alles andere ist nur bedingt essbar. Und in kleinen Mengen ist da vielleicht gar nichts dran.
Oh, Bl...ftor! Rohkostdiät wo?
!!! Warum redest du so einen Unsinn und verwirrst die Leute?! Ein Mykologe, verdammt nochmal!
!!! Warum redest du so einen Unsinn und verwirrst die Leute?! Ein Mykologe, verdammt nochmal!