Beschreibung und Namen von Pilzen, die in Pappeln wachsen (+38 Fotos)

Pilze

Nur wenige Hobby-Sammler wissen, dass die Speisepilze, die unter und auf Pappeln wachsen, ein intensives Aroma und einen exquisiten Geschmack besitzen. Unter diesem Baum findet man beispielsweise Austernpilze, Winter-, Sommer- und Pappel-Honigpilze, Porlinge, Pappel-Ebereschen und andere Arten, die jede Tafel bereichern. Es lohnt sich aber auch, auf ungenießbare Pilze zu achten – auch sie wachsen unter Pappeln.

Essbare Pilze, die auf Pappeln wachsen

Von allen Pilzen, die direkt auf Pappeln wachsen, ist der Austernpilz der ungefährlichste, da er keine giftigen Doppelgänger hat. Bei den anderen Pilzen ist jedoch Vorsicht geboten.

Herbst-Austernpilz

Man findet sie von September bis Oktober im Wald. Sie wächst direkt am Stamm einer Pappel, an einem Baumstumpf oder an einem abgestorbenen Teil eines Baumes in Büscheln, oft mit kurzen Trieben verwachsen, und bildet so einen gebogenen Zylinder. Manchmal fehlt der Stamm. Sie ist etwa 3 Zentimeter lang und bis zu 4 Zentimeter breit. Auch der Stamm ist dicht, mit kleinen Schuppen bedeckt und meist gelb-, braun- oder grünlich gefärbt.

Der Hut des Austernseitlings wächst seitlich und ist länglich, zungen- oder ohrförmig, mit einem Durchmesser von etwa 8 Zentimetern, manchmal bis zu 15 Zentimetern. Er ist fleischig und besitzt weiße, nach unten gerichtete Lamellen. Je nach Alter verändert sich seine Farbe von Grau über Graubraun bis Ocker. Das Fleisch ist weiß und geruchlos.

Herbst-Austernpilz
Herbst-Austernpilz

Austernpilze werden jung geerntet. Sie zeichnen sich durch ihre Resistenz gegen Parasiten und ihren intensiven Pilzgeschmack aus. Von anderen ungenießbaren Pilzen lassen sie sich durch die nicht ledrige, fleischige Konsistenz ihres Hutes unterscheiden.

Winterlicher Hallimasch

Dieser Winterpilz erscheint im Spätherbst und Frühwinter, manchmal sogar noch Ende Dezember. Er kann unter Schnee wachsen. Er ähnelt dem Sommerpilz, unterscheidet sich jedoch durch seinen beschuppten Stiel mit Ring und den etwas trockenen Hut. Der Stiel ist dunkelbraun bis schwarz und nimmt im oberen Bereich einen gelblichen Schimmer an. Er wird 4 bis 8 Zentimeter lang und ist durchschnittlich 0,5 Zentimeter dick.

Der Hut des Winterhallpilzes erreicht einen Durchmesser von bis zu 8 Zentimetern und ist kuppelförmig (glockenförmig). Er ist mit einer klebrigen Substanz überzogen und variiert in den Farben Rot, Orange, Braun oder Ocker. Die Lamellen sind breit und dicht beieinander und weiß oder hellockerfarben.

Der Hallimasch wächst in dichten Beständen nicht nur in Wäldern, sondern auch in Parks und Gärten, meist an der Südseite von Bäumen. Erfreulicherweise hat er keine giftigen Doppelgänger. Bei der Zubereitung ist zu beachten, dass Hallimasch einige Toxine enthält und mindestens 20 Minuten gekocht werden muss. Dies reicht in der Regel aus, um diese vollständig abzutöten.

Sommer-Honigpilz oder Pappel-Honigpilz

Der Sommerhallpilz ist ab Juni zu finden und fruchtet bis Oktober. Er unterscheidet sich vom Herbsthallpilz durch seinen Hut. Der Hut des Sommerhallpilzes ist zweifarbig, in der Mitte dunkler und an den Rändern heller. Die Ränder sind feucht. In trockenen Sommern ist der Hut des Sommerhallpilzes trocken. Frisch gewachsene Pilze haben einen gelblich-braunen Hut, während reife Pilze eine dunkelorange-braune Färbung aufweisen. Im Gegensatz zum Sommerhallpilz ist der Herbsthallpilz nicht so kräftig gefärbt, sondern zeichnet sich durch Pastelltöne aus.

In Größe und Struktur unterscheiden sie sich nicht von den im Winter gewachsenen Pilzen. Auch der Sommerhallpilz produziert eine große Anzahl brauner Sporen.

Der giftigste Doppelgänger des Sommerhallpilzes ist der Gemeine Hallimasch (Galerina marginata), der ausschließlich auf Nadelbäumen wächst. Daher sollte Hallimasch nicht in der Nähe von Kiefern und Fichten gesammelt werden.

Schwefelgelber Zunderpilz

Der Schwefelgelbe Porling ist unter bestimmten Bedingungen essbar. Diese Art bildet eine wellige, mehrschichtige, abgerundete und dennoch flache Masse. Der Porling ist leuchtend gelb. Die Oberfläche des Fruchtkörpers ist mit einem gelben Flaum bedeckt.

Der Hut kann einen Durchmesser von 15 Zentimetern und eine Dicke von 5–8 Zentimetern erreichen. Manche Früchte werden sogar 40 Zentimeter groß. Verwachsene Hüte können bis zu 10 Kilogramm wiegen. Das Fleisch ist ebenfalls leuchtend gelb. Die Hutunterseite besteht aus kurzen Röhrchen. Junge Pilze haben einen angenehmen, leicht säuerlichen Geschmack.

Der Porling wächst auf totem oder altem Pappelholz und gelegentlich auch auf anderen Laubbäumen. Er ist ein Parasit und zerstört den Baum durch seine Aktivität. Der Porling hat einen ungenießbaren Doppelgänger, den Gemeinen Porling (Climacodon severina), der blasser gefärbt ist und auffällige Stacheln auf seinem Hut besitzt. Auch dieser Doppelgänger hat einen unangenehmen Geruch.

Der Schwefelgelbe Porling wird in Salaten, Pickles und anderen Gerichten verwendet. Er muss 50–60 Minuten gekocht werden. Porlinge besitzen medizinische Eigenschaften, da sie geringe Mengen eines antibiotischen Wirkstoffs enthalten. Außerdem sollen sie das Immunsystem stärken.

Erinnern!
Zunderpilze sollten mit Vorsicht verzehrt werden – man sollte keine alten Fruchtkörper nehmen oder sie von Nadelbäumen abschneiden, da sie ziemlich giftig sein und sich negativ auf den Magen-Darm-Trakt auswirken können.

Buntblättriger Zunderpilz

Der Bunte Porling (Schuppenporling) ist ebenfalls häufig in der Natur anzutreffen. Er wächst im unteren Bereich des Baumes, manchmal direkt am Stammfuß, und ist trichterförmig, bevor er sich mit der Zeit abflacht. Der Hut kann einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen.

Der Hut ist mit schwarzen oder dunkelbraunen Schuppen bedeckt. Seine Ränder sind gezackt und nach unten gebogen. Das Pilzfleisch duftet süßlich. Der Stiel ist kurz und hat einen Durchmesser von maximal 4 Zentimetern. Der Hutgrund ist röhrenförmig und gelblich-weiß.

Der Bunte Porling wird medizinisch zur Behandlung von Vergiftungen und verschiedenen Entzündungen eingesetzt. Nur junge, im Frühjahr geerntete Porlinge sind essbar. Sie können ähnlich wie andere Speisepilze zubereitet werden, müssen aber vor dem Kochen 40 Minuten lang gekocht werden.

Schuppenporling
Schuppenporling

Welche Pilze findet man unter Pappeln?

Die häufigsten Pilze, die man im Herbst in Pappeln findet, sind der Ebereschenpilz, der Milchling und der Birkenröhrling.

Pappel-Eberesche

Der bedingt essbare Pappel-Ebereschen-Pilz ist im jungen Zustand halbkugelförmig mit dünnen, gebogenen Rändern. Mit der Zeit richtet sich der Hut auf und wird voluminöser. Der Hut des Pappel-Ebereschen-Pilzes kann einen Durchmesser von bis zu 12 Zentimetern erreichen.

Unter dem Hut befinden sich dünne, dicht beieinander stehende Lamellen. Die Lamellen können weiß oder rosabraun sein. Der Stiel ist fleischig, zylindrisch und mit einem schuppigen Belag überzogen. Er ist rosaweiß oder hellbraun. Beim Zusammendrücken treten braune Flecken hervor.

Diese Pilzart wächst in dichten Gruppen in Laubwäldern unter Pappeln. Die Wachstumsperiode des Pappel-Ebereschenpilzes erstreckt sich von August bis Ende Oktober. Ebereschenpilze werden häufig in verschiedenen Gerichten verwendet. Vor der Zubereitung werden die Pilze gründlich gewaschen, in Wasser eingeweicht und anschließend gekocht. Dadurch wird überschüssige Bitterkeit entfernt.

Grauer Birkenröhrling

Der Graubirkenröhrling hat einen halbkugelförmigen Hut mit gebogenen Rändern und erreicht einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern. Der Hut ist uneben und strukturiert und grau bis bräunlich-grau.

Das Fleisch des Pilzes ist weiß, färbt sich beim Anschneiden rosa und verfärbt sich nach einer gewissen Zeit schwarz. Der Graue Birkenröhrling hat ein angenehmes Aroma und einen feinen Geschmack.

Der Stiel des Birkenröhrlings erreicht eine Länge von 14 Zentimetern und einen Durchmesser von 4 Zentimetern. Der obere Teil ist grau, der untere braun. Er ist mit weißen oder gelblich-braunen Schuppen bedeckt. Die Reifezeit erstreckt sich von Juni bis Ende Oktober. Der Birkenröhrling wächst typischerweise unter Birken, ist aber auch häufig in der Nähe von Pappeln zu finden. Er eignet sich für verschiedene Gerichte.

Espen und Blaue Milchpilze

Der Pappel-Reizker wächst in dichten Büscheln. Sein charakteristisches Merkmal ist der große Anteil an weißem Saft, der ihn vor Parasiten schützt.

Der Milchling hat einen trichterförmigen Hut von etwa 14 Zentimetern Durchmesser. Der Hut ist rosa, behaart und fühlt sich klebrig an. Die Lamellen stehen dicht beieinander, sind schmal und reichen vom Hut bis zum Stiel. Sie sind weiß oder rosa. Der Stiel ist klein, aber sehr fest. Aufgrund ihres bitteren Geschmacks eignen sich Milchlinge am besten zum Einlegen. Sie müssen vorher lange eingeweicht werden. Zum Trocknen sind sie nicht geeignet.

Der Blaue Milchling ist in Laub- und Mischwäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit recht häufig. Sein Hut ist gewölbt und nimmt mit zunehmendem Alter eine Trichterform an, die sich mit kleinen Schuppen bedeckt. Seine Farbe variiert von gelb bis dunkelgelb. Bei hoher Luftfeuchtigkeit wird der Hut klebrig. Die Lamellen dieses Pilzes sind leicht abwärts gerichtet, dünn und hellgelb.

Der Stiel des bläulichen Milchdeckels ist 4–10 Zentimeter hoch, 3 Zentimeter im Durchmesser und hellgelb. Drückt man ihn zusammen, färbt er sich blau. Daher der Name – bläulicher Milchdeckel.

Der Blaue Milchling trägt von August bis Ende November, bis zum ersten Frost, Früchte. Aufgrund des enthaltenen Milchsafts schmecken Milchlinge leicht bitter. Daher ist eine sorgfältige Zubereitung erforderlich. Einlegen ist die geeignetste Methode. Nur junge Milchlinge werden geerntet und sofort verarbeitet.

Ungenießbare Arten

Zu den Pilzen, die in der Nähe von Pappeln wachsen, gehören der Schuppenling, der Falsche Täubling und der ungenießbare Hallimasch.

Schuppig zerstörerisch

Der auch als Pappel-Schuppenling bekannte Pilz zerstört im Laufe seines Lebenszyklus den Baum, auf dem er wächst. Sein Hut erreicht einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern und ist weiß oder hellgelb. Er ist vollständig mit großen, weißen Schuppen bedeckt. Bei ausgewachsenen Pilzen fehlen die Schuppen, und der Hutrand wird unregelmäßig und faserig. Die Lamellen des Hutes sind weiß und mit dem Stiel verwachsen; sie verfärben sich mit der Zeit dunkelbraun.

Der Stiel des Pilzes erreicht eine Länge von 5 bis 14 Zentimetern und einen Durchmesser von 3 Zentimetern. Er hat die gleiche Farbe wie der Hut und ist mit weißen Schuppen bedeckt, die mit der Zeit verblassen. Am Stiel bildet sich ein weißer Ring. Diese Schuppen sind ungenießbar und haben einen unangenehmen Geschmack und Geruch.

Falscher ziegelroter Hallimasch

Falsche Hallimasche sind leuchtend ziegelrot und giftig. Sie ähneln am ehesten den Herbst-Hallimaschen. Optisch sind sie von den essbaren Hallimaschen kaum zu unterscheiden.

Beachten Sie nicht nur die ziegelrote Farbe, sondern auch die weißen Belagreste, die am Hutrand in großen Flocken wie Fransen zurückbleiben. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist das Fehlen eines markanten Rings am Stiel. Dieser Pilz wächst bevorzugt auf umgestürzten Bäumen in gut belüfteten Laubwäldern. Unbehandelt kann der Verzehr tödlich sein.

Falscher Wert

Der Falsche Valui ist eine gefährliche, giftige Art, die häufig in Wäldern und auf Feldern vorkommt und im Herbst in großen Gruppen wächst.

Äußerlich ähnelt der Falsche Täubling dem Essbaren Täubling. Schneidet man ihn jedoch an, entfaltet sich sofort ein charakteristischer, stechender Meerrettichgeruch, der schnell wieder verfliegt. Ein weiteres Merkmal ist, dass der Falsche Täubling nicht von Würmern befallen wird. Beim Verzehr können innerhalb von 10 Minuten Vergiftungssymptome auftreten, die sofortige ärztliche Hilfe erfordern.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wenn ein unter einer Pappel geschnittener Pilz bitter schmeckt, wie kann ich den Geschmack wieder loswerden?
Der bittere Geschmack lässt sich leicht entfernen, indem man die Pilze vorher 30 Minuten lang einweicht. Anschließend 30 Minuten bis eine Stunde kochen.
Wie entfernt man Zunderpilze richtig von Bäumen?
Um das Myzel des Zunderschwamms nicht zu beschädigen und die Fruchtbildung zu ermöglichen, sollten 1–1,5 Zentimeter des Pilzstiels am Baumstumpf oder Baumstamm verbleiben. Junge Pilze müssen vorsichtig abgeschnitten werden, da sie zerbrechlich sind und leicht brechen.
Wie entfernt man Pappelgras schnell aus dem Boden?
Am einfachsten ist es, die Pilze 30–60 Minuten in kaltem Wasser einzuweichen und anschließend unter fließendem Wasser abzuspülen. Um eventuellen Schmutz zu lösen, kann man dem Wasser etwas Zitronensäure oder Zitronensaft hinzufügen.
Wie beeinflusst Pappelholz den Geschmack von Pilzen?
Es ist zwar nicht bewiesen, dass Pappeln den darauf wachsenden Pilzen einen bitteren Geschmack verleihen, doch die Annahme ist durchaus plausibel, da diese „Nachbarn“ sich vom Saft des Baumes ernähren, der einen unangenehmen Geschmack hat. Sicher ist, dass auf Pappeln wachsende Pilze nicht zu Allergenen werden, wenn sie mit Pappelfasern in Kontakt kommen, wie manche Experten vermuten. Wichtig ist nur, sie vor dem Kochen gründlich abzuspülen und eventuell anhaftende Fasern von den Hüten zu entfernen.

Zahlreiche Pilzarten wachsen auf und unter Pappeln, und die meisten sind essbar. Dennoch ist beim Sammeln Vorsicht geboten – viele Pilze ähneln giftigen Arten, die sogar lebensgefährlich sein können.

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Kommentare zum Artikel: 1
  1. Sergej

    Sie schmecken bitter

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