Die geografische Lage Tatarstans begünstigt eine reiche Flora und Fauna und fördert so die Entwicklung und das Wachstum zahlreicher Pilzarten. Tatarstan ist einerseits von Taigawäldern und andererseits von typischen Laubwäldern umgeben. Daher verfügt die Republik über eine große Vielfalt an Pilzen.
Die Liste aller Pilze in Tatarstan ist mit rund 1000 Arten sehr lang. Da es schwierig ist, Fotos und Beschreibungen jeder einzelnen Art zu finden, konzentrieren wir uns hier nur auf die häufigsten essbaren und giftigen Arten.
Beschreibung und Fotos essbarer Pilze aus Tatarstan
Die häufigsten essbaren Pilze in Tatarstan sind folgende Arten:
- Weiße Champignons.
- Birkenröhrlinge.
- Espenpilze.
- Safran-Milchkapseln.
- Honigpilze.
- Steinpilze.
- Schmetterlinge.
- Milchpilze.
- Russula.
Diese Arten besitzen aufgrund ihres Geschmacks und ihres einzigartigen Pilzaromas einen hohen kulinarischen Wert.
Steinpilze
Steinpilze sind sehr groß. Trotz ihres Namens ist ihr Hut nicht immer weißlich. Meist ist er hellbraun, manchmal mit rötlichen Schattierungen. Die Hutform hängt vom Alter des Pilzes ab und kann halbkugelförmig oder flach liegend sein.
Der Stiel ist dick und unregelmäßig zylindrisch. Er weist fast immer eine helle Aderung auf. Das Fleisch ist hell und verfärbt sich beim Brechen nicht. Es verströmt einen dezenten Pilzduft.
Steinpilze
Ein charakteristisches Merkmal des Birkenröhrlings ist sein weißer, zylindrischer Stiel, der dicht mit schwarzen und weißen Schuppen bedeckt ist. Der Hut kann in verschiedenen Formen und Farben vorkommen. Dies erklärt die große Artenvielfalt der Röhrlinge.
Das Fleisch von Pilzen ist weißlich. Es behält beim Anschneiden dieselbe Farbe, mit Ausnahme des Roten Birkenröhrlings, dessen weißes Fleisch sich bei Beschädigung rosa verfärbt.
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Diese Art zeichnet sich durch gewölbte Hüte aus, die sich leicht vom Stiel lösen. Die Hutfarbe variiert je nach Art und ist typischerweise rot oder braun. Eine Ausnahme bildet der seltene Weiße Espenröhrling (Phytos trichum), dessen Fruchtkörper weiß ist.
Der Stiel ist oft gebogen und hat eine unregelmäßige zylindrische Form. Die Schuppen sind dicht auf der Stieloberfläche verteilt. Das weiße Fruchtfleisch verfärbt sich bei Beschädigung.
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Pfifferlinge Es handelt sich um orangefarbene Pilze mit charakteristischen dunklen Flecken und Ringen. Junge Exemplare haben gewölbte Hüte mit nach innen eingerollten Rändern. Ausgewachsene Pilze besitzen trichterförmige Hüte mit abgeflachtem Rand. Die Stiele der Safran-Reizker sind glatt und verjüngen sich leicht nach unten. Sie haben fast immer die gleiche Farbe wie der Hut oder sind etwas heller.
Das könnte Sie auch interessieren:Der Stiel weist kleine Einkerbungen auf. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls orange. Beim Brechen verfärbt es sich grün und gibt eine große Menge milchigen Saftes ab. An der Luft verfärbt sich der milchige Saft grünlich und verströmt einen fruchtigen Duft.
Honigpilze
Hallimasch sind kleine, gewölbte Hüte, die auf dünnen, länglichen Stielen sitzen. Mit zunehmender Reife bildet sich in der Mitte des Hutes ein kleiner Höcker, wodurch die reifen Exemplare ein etwas schirmartiges Aussehen erhalten.
Das könnte Sie auch interessieren:Hallimasch gibt es in allen Brauntönen. Bei feuchtem Wetter dunkelt die Farbe nach, durch Sonneneinstrahlung hellt sie sich wieder auf. Manche Sorten haben einen Ring oder eine Manschette am Stiel. Das Fleisch ist sehr wässrig und hat einen angenehmen Geschmack und Duft.
Steinpilze
Steinpilze haben runde, oft kissenförmige Hüte mit einer trockenen, rissigen Oberfläche. Die Oberflächenstruktur kann glatt oder samtig sein. Die Hüte sitzen auf dicken, faserigen Stielen.
Ein charakteristisches Merkmal dieser Art ist das netzartige Muster am Stiel. Das Fleisch ist fest und verfärbt sich bei Verletzung blau. Aufgrund der großen Artenvielfalt variiert die Farbe von Steinpilzen von weiß bis dunkelbraun.
Schmetterlinge
Ein charakteristisches Merkmal dieser Pilzart ist die feuchte Oberfläche des Fruchtkörpers. Bei feuchtem Wetter ist sie klebrig, bei klarem Wetter glitschig. Die Hüte der Pilze sind gewölbt. Bei älteren Exemplaren flachen sie sich leicht ab. Die Hutfarbe variiert je nach Art des Butterpilzes.
Das könnte Sie auch interessieren:Sie kann in Gelb-, Orange- und Brauntönen erscheinen. Der keulenförmige Stiel weist oft einen Ring oder Reste eines dunklen Velums auf. Stiel und Hut haben die gleiche Farbe. Das Fleisch ist hell. Bei Beschädigung kann es sich blau oder rot verfärben.
Milchpilze
Milchpilze sind mittelgroße Pilze mit flachen Hüten, die in der Mitte konkav sind. Seltener haben sie einen trichterförmigen Hut. Je nach Art können die Ränder des Milchpilzhuts glatt oder gewellt sein.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Färbung variiert. Der Stiel ist zylindrisch und hat die gleiche Farbe wie der Hut. Das Fruchtfleisch ist fest und gräulich bis cremefarben. Es verströmt ein unbeschreibliches, fruchtiges Aroma.
Russula
Täublinge sind kleine Pilze mit offenen Hüten auf dicken, glatten Stielen. Die Hutränder weisen oft Narben, Streifen oder Risse auf. Der Fruchtkörper kann verschiedene Farben haben. Das Fleisch der Täublinge ist sehr zart.
Je nach Sorte kann die Konsistenz fest oder schwammig sein. Junge Früchte haben weißes Fruchtfleisch, das mit zunehmender Reife eine braune, rötliche oder hellbraune Farbe annimmt.
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Tatarstans reiche Pilzvielfalt umfasst viele ungenießbare und giftige Arten. Zu den gefährlichsten zählen der Gemeine Knollenblätterpilz (Galerina marginata) und der Grüne Knollenblätterpilz (Cryptococcus oleifera). Die Tücke dieser Pilze liegt in ihrer leichten Verwechslungsgefahr mit essbaren Arten, die selbst als tödlich gelten. So kann der Gemeine Knollenblätterpilz beispielsweise mit einem essbaren Hallimasch und der Grüne Knollenblätterpilz mit einem Täubling verwechselt werden.
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Der Grüne Knollenblätterpilz ist ein recht großer Pilz von grünlich-olivfarbener oder grauer Farbe. Je nach Alter kann sein Hut halbkugelförmig oder abgeflacht sein.
Zu den charakteristischen Merkmalen dieser Art gehören ein Moiré-Muster am Stiel und eine deutlich sichtbare Volva, die oft halb im Boden vergraben ist. Diese Pilze haben keinen ausgeprägten Geschmack oder Geruch, und ihr weißes Fleisch verfärbt sich beim Brechen nicht, wie es bei vielen ähnlichen Pilzen der Fall ist.
Wo kann man in den Wäldern Tatarstans nach Pilzen suchen?
Tatarstan verfügt über zahlreiche Wälder, die reich an Pilzen sind. Allerdings eignen sich nicht alle Wälder zum Pilzesammeln. In Wäldern innerhalb von Stadtgrenzen ist das Sammeln von Pilzen gefährlich, da Pilze Schwermetalle aufnehmen und anreichern. Daher sollte man Pilze möglichst weit entfernt von Industrieanlagen, Bahnstrecken, stark befahrenen Autobahnen und Großstädten sammeln.
Folgende Orte in Tatarstan gelten als geeignet für die ruhige Jagd:
- Wälder am Rande des Lebyashye-Sees;
- Waldgebiete in der Nähe des Dorfes Borovoe Matyushino;
- Forstwirtschaft Krasnooktyabrskoye;
- Forstwirtschaft Wassiljewski;
- forstähnliche Anpflanzungen in der Nähe von Makarovka;
- Aishinsky-Forstwirtschaft;
- Waldgebiet in der Nähe des Berges Wysokaja.
Pilze sind recht wählerisch, was ihren Lebensraum angeht. Birkenbestände bieten vielen Birkenröhrlingen, Espenröhrlingen und Weißen Röhrlingen ein Zuhause. Wachsen zwischen den Birken Kiefern, findet man dort Pfifferlinge, Butterpilze und Safran-Reizker. Auch in Espenbeständen sind Milchlinge häufig anzutreffen.
Pilzsammler sollten auch das Wetter berücksichtigen, da es einen wesentlichen Einfluss auf den Pilzertrag hat. Reichliche Regenfälle erhöhen die Produktivität des Pilzbrutmaterials.
Jede Pilzart hat ihre eigenen, charakteristischen Fruchtkörper. So werden beispielsweise Hallimasch im Herbst geerntet, Birkenröhrlinge erscheinen im Juni und Morcheln findet man nur im Frühling. In tiefer gelegenen Gebieten wachsen deutlich mehr Pilze, da dort die Feuchtigkeit länger gespeichert wird.
Antworten auf häufig gestellte Fragen
Dank seiner günstigen geografischen Lage ist das Gebiet der Republik Tatarstan sehr reich an Pilzen. Die Pilzernte ist jedoch nur in bestimmten Waldgebieten der Region möglich.
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